Wattenmeer
Größtes deutsches Ölfeld zur Hälfte leer

Seit 23 Jahren wird im Wattenmeer vor Friedrichskoog Öl gefördert. Am Wochenende wurde die 25-millionste Tonne aus dem größten Ölfeld geholt. Noch einmal so viel soll in den nächsten Jahren gefördert werden.
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HB FRIEDRICHSKOOG. Aus dem größten deutschen Ölfeld Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer wurde am Wochenende die 25-millionste Tonne Öl gefördert. Weitere 25 Millionen Tonnen gelten nach heutigen Kriterien zukünftig noch als technisch und wirtschaftlich gewinnbar, teilte RWE Dea als Betriebsführer am Montag in Hamburg mit.

Gegenwärtig belaufe sich die Förderung auf rund 1,4 Millionen Tonnen jährlich; das entspreche ungefähr den Ölimporten aus Saudi- Arabien. Die Förderung geht nun Jahr für Jahr zurück, wird aber noch einige Jahrzehnte andauern. Die Förderbewilligung wurde kürzlich um 30 Jahre bis Ende 2041 verlängert.

In den vergangenen 23 Jahren wurden rund 900 Millionen Euro in das Projekt investiert; mehr als 1000 Arbeitsplätze an der Westküste Schleswig-Holsteins hängen an der Ölförderung.

Die Ölplattform im Wattenmeer vor Friedrichskoog steht seit den achtziger Jahren bei den Naturschutzverbänden unter heftiger Kritik, die Ölförderung im empfindlichen Ökosystem Wattenmeer als Fremdkörper empfinden. Die Betreiber verweisen dagegen auf die besonderen Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen, die von Mittelplate erfüllt würden. Bislang sei kein Öl ins Wattenmeer gelangt; selbst Regen- und Spritzwasser würden aufgefangen.

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