Wechselkurse
Exporteure erwarten neues Euro-Rekordhoch

Der Euro-Kurs wird nach Einschätzung der deutschen Exporteure weiter zulegen. Der Anstieg könnte so stark sein, dass ein neues Rekordhoch erreicht wird.

HB BERLIN. Der Euro-Kurs wird nach Einschätzung der deutschen Exporteure weiter zulegen. Der Anstieg könnte so stark sein, dass ein neues Rekordhoch erreicht wird. „Ich sehe noch wesentlich höhere Kurse. 1,40 Dollar kann ich mir vorstellen“, sagte Anton Börner, Präsident des Branchenverbandes BGA, am Freitag zu Reuters. Gleichzeitig betonte Börner, dass die deutschen Exporteure mit der starken Gemeinschaftswährung leben könnten.

Am Freitag war der Euro mit Kursen über 1,36 Dollar im europäischen Handel gestartet. In der Spitze erreichte er 1,3637 und notierte damit nur noch knapp unter dem Ende 2004 erreichten Rekordhoch von 1,3667 Dollar. Ein Test dieser Marke wäre nur noch eine Frage Zeit, hieß es in einer Vorschau der Commerzbank. Der Euro wird von der Aussicht auf einen anhaltenden Aufschwung und steigende Zinsen im Euro-Raum getrieben. Den Dollar belasten dagegen die Konjunkturabkühlung und Spekulationen über eine erste Zinssenkung der US-Notenbank im zweiten Halbjahr.

In den kommenden Monaten sei eine Spanne des Euro zwischen 1,36 und 1,40 Dollar möglich, sagte auch Börner. Die jüngste Klettertour sei nicht überraschend: „Wir haben das seit über sechs Monaten erwartet.“ Deshalb hätten sich die meisten Exporteure zu günstigen Kursen gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Zudem würden die im Gegenzug billigeren Importe für Entlastung sorgen. Das gelte auch für Ausfuhren nach Ostasien: „Das Aufwertungspotenzial der chinesischen Währung gibt dem Euro eine Abfederung.“

Solange die Kurse langsam und stetig steigen, ist dies Börner zufolge für die deutschen Exporteure ungefährlich: „Das ist weniger eine Frage der Höhe als des Tempos, und wie abrupt diese Bewegungen sind.“ Zum Jahresende rechnet er mit Kursrückgängen unter die Marke von 1,36 Dollar, denn die US-Notenbank würde die Zinsen nicht so stark senken wie am Finanzmarkt erwartet.

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