Wegen geringer Ernte Kakao wird 2018 wohl teurer

Die Kakaoernte wird Expertenmeinungen zufolge 2018 kleiner ausfallen. Die Folge sind steigende Kakaopreise. Doch wie wird sich der auf den Schokoladenpreis auswirken?
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Der Kakaopreis wird Experten zufolge im kommenden Jahr 2018 ansteigen. Quelle: obs
Kakao

Der Kakaopreis wird Experten zufolge im kommenden Jahr 2018 ansteigen.

(Foto: obs)

JohannesburgExperten rechnen für das kommende Jahr mit einer etwas geringeren Kakaoernte und daher mit steigenden Preisen. Die Kombination aus stabiler Nachfrage und schwächerem Angebot werde den Preis für den Schokoladen-Grundstoff wieder nach oben treiben, sagte Michaela Kuhl, Rohstoff-Analystin bei der Commerzbank. Innerhalb des nächsten Jahres soll der Preis den Prognosen der Bank zufolge von derzeit rund 1900 Dollar pro Tonne Kakaobohnen auf 2300 Dollar steigen. Die Deutsche Bank sieht den Preis Ende 2018 bei 2046 Dollar.
„Wir sind zuversichtlich, dass sich der Preis relativ kurzfristig der wieder über die Marke von 2000 Dollar bewegen wird“, sagte Kuhl. Verbraucher würden einen Preisanstieg jedoch kaum spüren, denn der Kakao macht nur einen kleinen Teil der Endkosten von Schokoladenprodukten aus. Zudem war Kakao schon viel teurer: 2014 kostete eine Tonne Kakaobohnen im Schnitt noch 3200 Dollar. Seither ist der Preis wegen guter Ernten gefallen, im Frühsommer wurde der Commerzbank zufolge ein Zehnjahrestief von 1800 Dollar erreicht.

Das sind die größten Lebensmittelhersteller der Welt
Platz 10: Smithfield
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Der Konzern ist der weltgrößte Schweinefleischproduzent und -lieferant mit Firmensitz in Virginia. 2013 hat die chinesische Staatsfirma Shuanghui das Unternehmen übernommen.

Quelle: Konzernatlas 2017

Platz 9: General Mills
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Auf dem neunten Platz der umsatzstärksten Unternehmen liegt der US-Lebensmittelkonzern mit Sitz in Golden Valley, Minnesota. In Deutschland bekannt ist unter anderem die Eiskremesorte Häagen-Dazs.

Platz 8: Danone
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Das französische Unternehmen ist der Rivale des schweizerischen Lebensmittelgiganten Nestlé. Der Lebensmittelproduzent ist in Deutschland durch das Joghurtgetränk Actimel oder durch seine bunten Verpackungen von den Fruchtzwergen bekannt. Der Konzern hat am Ende des Jahres 2016 die EU-Genehmigung für die Übernahme des US-Bio-Rivalen Whitewave erhalten.

Platz 7: Unilever
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Der niederländische Lebensmittel- und Kosmetikriese ist in Großbritannien durch den Brotaufstrich Marmite bekannt. In Deutschland finden sich von dem Unternehmen bekannte Marken wie Becel, Bertolli, Langnese, Lipton oder Knorr. 2016 kaufte der Konzern die US-Ökofirma Seventh Generation auf, um der Nachfrage nach ethischen Produkten in der Haushaltssparte nachzukommen.

Platz 6: Kraft Heinz
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Auf Platz sechs findet sich das US-amerikanische Unternehmen Kraft Heinz mit Sitz in Pittsburgh, das bei uns besonders durch den Tomaten-Ketchup bekannt ist. Der Konzern ist 2015 aus der Fusion von Kraft Foods und Heinz Company hervorgegangen.

Platz 5: Mondelez
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Der Lebensmittelriese mit Sitz in Deerfield, Illinois, ist Hersteller der in zahlreichen Ländern vertriebenen Schokolade mit in goldgelb verpackten Bergen. 2016 gab es in Großbritannien einen Aufschrei wegen der zackigen Süßigkeit. Der Konzern stellt unter anderem auch so bekannte Marken wie Milka und Oreo her.

Platz 4: Mars
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Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Virginia nimmt den vierten Platz in der Weltrangliste der Lebensmittelhersteller ein. Es stellt die bekannten Marken Balisto, Bounty, M&M’s, Milky Way oder den gleichnamigen Schokoriegel Mars her. Der Konzern stellt neben Süßigkeiten auch Tiernahrung her.

In der westafrikanischen Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten, wurden in der jüngsten Kakao-Saison erstmals mehr als zwei Millionen Tonnen geerntet. Für die gerade begonnene Saison 2017/2018 würden indes eher 1,7 bis 1,9 Tonnen erwartet, erklärte Kuhl. Die Internationale Kakao-Organisation (ICCO) rechnet ebenfalls mit einer etwas geringeren Ernte.

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  • dpa
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