Weiteres Aufwärtspotential erwartet
Euro nach US-Daten wieder auf Allzeithoch

Der Euro erreichte am Freitag im Nachmittagshandel mit 1,2168 US-Dollar erneut ein Allzeithoch, nachdem US-Arbeitsmarktdaten zuvor enttäuscht hatten. Zuletzt konnte die Gemeinschaftswährung am Donnerstag mit 1,2155 einen Rekord verbuchen.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2087 (Donnerstag: 1,2074) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8273 (0,8282) Euro.

Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen in den USA sei nicht so stark wie erwartet ausgefallen, sagten Händler. Der Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft zum Vormonat war nach Angaben des US- Arbeitsministeriums mit 57 000 nicht einmal halb so kräftig wie angenommen. „Die Zahlen sind jedoch nicht so schlecht wie sie auf den ersten Blick scheinen“, sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Der Rückgang der Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent im Oktober auf 5,9 Prozent im November zeige, dass tatsächlich mehr Stellen geschaffen worden seien und die Menschen nicht einfach aus der Statistik gefallen seien.

Fritsch sieht weiteres Aufwärtspotenzial für den Euro. Die positiven Daten zur Industrieproduktion in Deutschland zeigten, dass auch hier die Konjunktur anspringe. Nach der gestiegenen deutschen Industrieproduktion im Oktober verdichten sich auch nach Einschätzung der HSBC Trinkaus & Burkhardt die Anzeichen, dass die deutsche Wirtschaft „wieder Tritt gefasst“ hat. Die Industrieproduktion war im Oktober um 2,4 Prozent zum Vormonat gestiegen. Zudem waren die Auftragseingänge mit 2,0 Prozent im Monatsvergleich deutlich stärker als erwartet geklettert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7021 (0,7005) britische Pfund, 130,79 (130,67) japanische Yen und 1,5577 (1,5579) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 402,40 (402,25) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 695 (Vortag: 10 725) Euro.

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