Weiterhin Spekulationen über Zinssenkung in der Eurozone Euro stabilisiert sich

Nach den kräftigen Verlusten am Vortag hat sich der Euro wieder über der Marke von 1,21 Dollar stabilisiert. stabilisiert. Dennoch rechnen Händer mit weiteren Kursverlusten.

HB FRANKFURT. Der Euro hat sich am Donnerstag nach den kräftigen Kursverlusten am Vortag wieder über der Marke von 1,21 Dollar stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung kostete im Morgenhandel 1,2140 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2196 (Dienstag: 1,2276) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8199 (0,8146) Euro.

Auch wenn sich der Kurs des Euro erst einmal stabilisieren konnte, rechnen Händler weiter mit Kursverlusten. Nach wie vor bewegen Spekulationen auf eine mögliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) den Handel an den Devisenmärkten. EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet hatte sich in einem „Handelsblatt“-Interview besorgt über die schwache Konjunktur in der Eurozone gezeigt.

Devisenexperte Kikuko Takeda von der Bank of Tokio-Mitsubishi rechnet zwar nicht mit einer schnellen Zinssenkung der EZB, allerdings könnten die obersten Währungshüter der Eurozone auf ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche deutliche Hinweise auf einen Zinsschritt geben.

Nach Meinung von Charttechniker bewegt sich der Euro zum Dollar im europäisch geprägten Handel am unteren Ende seiner zuletzt mehrmals bestätigten Handelsspanne. Seit mehr als 2 Wochen bewegt sich das Währungspaar Euro/Dollar innerhalb der Range zwischen 1,2150 und 1,2450 Dollar.

Sollte der Euro nachhaltig unter die Marke bei 1,2150 Dollar fallen, sei nach Aussage eines Händlers mit verstärktem Abgabedruck zu rechnen. Es bestehe noch eine große Anzahl von Euro-Long-Positionen am Devisenmarkt, die noch nicht glattgestellt seien. Sollten diese an den Markt kommen, könnte der Euro schnell in Richtung 1,17 Dollar abrutschen.

Für den weiteren Handelsverlauf stellen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe die wichtigsten Daten für den Devisenhandel dar. Mit einem Ohr werde am Nachmittag bei der Rede von Notenbankchef Alan Greenspan in Virginia um 15 Uhr MEZ zugehört. Das Devisenpaar Dollar/Yen hat sich seinem bisherigen Jahrestief stark angenähert. Der Markt teste weiterhin die wichtigen Marken um zu schauen, wann die japanische Notenbank zu Gunsten des Dollar interveniere. Momentan scheine zwischen dem japanischen Finanzministerium und der Notenbank ein "Kommunikations-Chaos" zu herrschen, heißt es. Dies versuchten die Marktteilnehmer auszunutzen.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 415,70 Dollar nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 415,25 Dollar am Mittwoch.

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