Welt-Energierat erwartet stabile Preise
Entwicklungsländer setzen auf Kohle

Die Kohle wird für die weltweite Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten weiter eine wichtige Rolle spielen und sogar an Bedeutung noch gewinnen.

HB HAMBURG. Vor allem für Länder wie China, Indien und Brasilien, die vor der Schwelle vom Entwicklungs- zum Industrieland stehen, nimmt die Kohle eine Schlüsselrolle zur Entwicklung ihrer Volkswirtschaften und Energiemärkte ein. „Wir sehen das Wachstum der Kohle als eine preisgünstige Grundlage für wirtschaftliche und soziale Entwicklung“, heißt es in einer aktuellen Studie des Welt-Energierates (WEC). „Sie leistet einen wichtigen Beitrag, um die Energiearmut zu bekämpfen.“

Gegenwärtig trägt die Kohle 25 Prozent zur Energieversorgung der Welt bei. Gegenüber anderen Energieträgern hat sie zwei wesentliche Vorteile: Sie ist reichlich vorhanden und sie ist gerechter verteilt als zum Beispiel das Öl, das überwiegend im Mittleren Osten zu finden ist. So liegt die meiste Kohle in den USA (25,4 Prozent der Weltreserven), Russland (15,9 Prozent) und China (11,6 Prozent), aber auch Länder wie Indien (8,6 Prozent), Australien (8,3 Prozent) Deutschland (6,7 Prozent) und Südafrika (5,0 Prozent) haben nennenswerte Vorkommen.

Bei gleich bleibendem Verbrauch würden die bekannten Vorräte noch 200 Jahre reichen, und es werden ständig neue Kohle-Lagerstätten entdeckt. Der reichlich vorhandene Rohstoff und die Vielfalt der Lieferländer haben zu einem funktionierenden Weltmarkt geführt, der wiederum sinkende oder stabile Preise nach sich zog. Lässt man die aktuellen Preisbewegungen außer Acht, so ist Kohle in den vergangenen 15 Jahren billiger geworden. Der WEC erwartet auch für die Zukunft stabile Preise.

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