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Weltkonjunktur sorgt Opec

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) hat ihre Förderquoten erwartungsgemäß unverändert gelassen. Nach Aussage der Ölminister reiche die derzeitige Ölproduktion der Opec aus, um den laufenden Bedarf im ersten Quartal zu decken. Experten rechnen deshalb mit fallenden Preisen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Weltkonjunktur.

LONDON/ DÜSSELDORF. Insgesamt fördern die Opec -Staaten offiziell gut 27 Mill. Barrel Rohöl am Tag; inoffiziell erreicht die Förderung Schätzungen zufolge 32 Mill. Barrel. An den Märkten wurde die Entscheidung gelassen aufgenommen. Brentöl gab im Anschluss leicht nach; Befürchtungen, dass die US-Nachfrage stärker zurückgehen könnte, drückten die Preise dann aber auf rund 90 Dollar je Barrel (159 Liter).

Einigkeit bestand unter den Ölministern nach eigenen Angaben, dass "die laufende Opec -Produktion ausreiche, um den Bedarf im ersten Quartal zu decken". Mit einiger Sorge betrachtet aber auch das Ölkartell die "erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem erwarteten weltweiten Konjunkturabschwung". Die Auswirkungen auf die fundamentalen Marktdaten sollen bis zum nächsten Treffen der Organisation am 5. März beobachtet werden.

"Die Opec ist mit dem derzeitigen Ölpreis zufrieden", kommentiert die Commerzbank die Entscheidung. Die Experten erwarten, dass sich die Eintrübung der US-Konjunktur "in weiter sinkenden Ölnotierungen niederschlagen wird". Auch das Globale Zentrum für Energiestudien (CGES) in London geht erstmals seit langem von fallenden Ölpreisen aus. Noch befänden sich größere Mengen von Öl, das aus der Fördersteigerung der Opec im Dezember stammt, auf hoher See. Bei Ankunft in den Bestimmungsorten könnten diese Mengen Druck auf die Preise ausüben. Dies gelte vor allem dann, wenn sich die US-Wirtschaftslage bis dahin weiter eintrüben sollte.

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