Weltweites Comeback
Zentralbanken decken sich mit Gold ein

Bei den Zentralbanken hat ein Umdenken eingesetzt. Statt Gold zu verkaufen, stehen sie nun am Markt als Käufer da. Das Edelmetall feiert ein Comeback als internationale Reservewährung.
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FrankfurtDie Zahlen sprechen für sich: Am 15. August 1971 hob US-Präsident Richard Nixon die Anbindung des Dollars an Gold auf, seitdem hat die US-Währung gegenüber dem Edelmetall um 98 Prozent abgewertet. „Das zeigt, dass Gold als Wertaufbewahrungsmittel nicht zu verachten ist“, erklärt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Nach 40 Jahren eines Systems ungedeckter Währungen kämen Zweifel an der Beständigkeit des künstlich geschaffenen Geldes auf.

Bei vielen Notenbanken habe deshalb ein Umdenken eingesetzt, sagt Carsten Fritsch, Edelmetallspezialist bei der Commerzbank: Sie realisierten, dass Gold in ihrem Portefeuille wertstabilisierend wirke und die Schwankungen der Währungsreserven verringere. Die Zentralbanken seien daher am Markt zu Nettokäufern geworden. Die Notenbanken in den Industrieländern, vor allem in Europa, verkauften kaum noch aus ihren Beständen, ihre Pendants in den Schwellenländern seien bereits seit Jahren auf der Käuferseite, so Fritsch.

Die Zentralbanken des Euro-Raums, die Schwedische Reichsbank und die Schweizer Nationalbank hatten 2009 im dritten Goldabkommen zugesagt, maximal 400 Tonnen pro Jahr zu verkaufen. Bislang haben sie diese Quoten bei weitem nicht erreicht.

Das Goldabkommen der Zentralbanken war 1999 ins Leben gerufen worden, weil ihre unkoordinierten Verkäufe den Markt destabilisierten. Die Amerikaner haben das Abkommen nicht unterzeichnet, aber sie tasten ihre Bestände grundsätzlich nicht an. Diese werden seit Jahren mit gut 8133 Tonnen ausgewiesen, das ist der größte Goldschatz, den eine Zentralbank weltweit hält.

China und Russland, die Nummer sechs und die Nummer acht der Weltrangliste, haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich ihre Bestände aufgebaut. Beide kaufen auf dem heimischen Markt: „Was da produziert wird, geht sofort an die Zentralbank, gar nicht erst auf den Weltmarkt“, berichtet Fritsch. Russland kaufte allein im ersten Halbjahr 2011 rund 48 Tonnen, im zweiten Halbjahr 2010 waren es knapp 78 Tonnen. China hatte zuletzt 2009 die stattliche Menge von 454 Tonnen erworben.

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Zentralbanken decken sich mit Gold ein

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Gold hat nach wie vor eine wichtige Funktion

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  • Bis Bretton Woods war der Dollar mit Gold unterlegt.
    Nach der zu erwartenden Weltwährungsreform wird der neue Dollar erneut mit Gold unterlegt und Weltwährung sein.
    Warum verweigern die USA eine Auskunft über ihre Goldbestände ?
    Wahrscheinlich werden diese Bestände weit höher sein, wie bisher allgemein angenommen.
    Dies dürfte ein Grund sein, warum Zentralbanken auf der Käuferseite zu finden sind.

  • Was ist eigendlich mit den deutschen Goldreserven ?
    Sind sie wirklich für Deutschland verfügbar ?
    Die deutschen Goldreserven (ca. 3.500 Tonnen) lagern mehrheitlich in Paris, London und bei der FED in New York.
    Eine Überprüfung der Bestände bei der FED durch Vertreter der Bundesbank wurde US-seits abgelehnt.
    Erwähnt sei hier auch der sogenannte "Blessing-Brief", der nach wie vor aktuell ist.
    Sollten diese Bestände nicht mehr verfügbar sein, wäre das Triple-A-Rating Deutschlands s o f o r t gefährdet.

  • Nicht nur dort, wie ich neulich las, auch bei den anderen Siegermächten. Dann weißt Du warum....

    Und damit von Deutschland nie wieder eine Gefahr ausgehe und es nicht zu mächtig werde (soll eine geheime Bedingung zur Wiedervereinigung gewesen sein), packe man es in einen Europ. Verbund als Dauerzahlmeister und möglichst jetzt noch in Eurobonds usw....
    Deshalb wird via USA immer von der besonderen Verantwortung Deutschlands gesprochen oder man spricht im Gegenzug drastisch aus, daß der EURO kaputt gehe und damit Europa, so eine Art Erpressung.

    Deshalb kann die Regierung wohl nicht anders.

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