Weltwirtschaft kühlt ab
Ölpreise verlieren an Boden

Die Preise für Öl sinken weiterhin, während die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft steigt. Nicht einmal die eigentlich positiven Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt konnten für Aufwind sorgen.
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DüsseldorfDie Ölpreise sind am Donnerstag aus Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft deutlich gesunken. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kostete gegen Abend 109,86 US-Dollar. Das waren 3,37 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Lieferung rutschte um 3,56 Dollar auf 88,37 Dollar ab.

Es verdichteten sich allmählich die Hinweise, dass die Erholung der US-Wirtschaft tatsächlich abreißen könnte, sagten Händler. Die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt hätten keine Erleichterung gebracht. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe war in der vergangenen Woche zwar abermals etwas stärker als erwartet gesunken. Die Zahl sei aber nicht gut genug und befinde sich noch immer auf einem Niveau, das bedenklich stimme mit Blick auf das Wachstum im zweiten Halbjahr, hieß es. Marktteilnehmer fürchten, die Schwäche der US-Wirtschaft könnte die gesamte Weltwirtschaft nach unten ziehen.

„Angesichts der anhaltend schwachen Konjunkturdaten und des wieder stärkeren US-Dollar ist es kein Wunder, dass der Ölmarkt stark unter Druck steht“, sagte ein Marktexperte aus den USA.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 110,55 US-Dollar. Das waren 1,30 Dollar weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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