Weniger Carry Trades
Euro zeigt Schwäche gegen Yen

Der Euro hat am Mittwoch zum Yen nachgegeben. Er fiel um ein Prozent auf 134,54 Yen. Japans Währung profitierte von Spekulationen, dass die Vorbereitungen der Zentralbanken zur Rücknahme der konjunkturellen Stützungsmaßnahmen die Nachfrage nach höher rentierlichen Anlagen dämpfen werden.

HB FRANKFURT. Die Kombination aus lockerer Geldpolitik und sich verbessernder Konjunkturlage nähere sich dem Ende, sagten Devisenstrategen. Anleger dürften damit weniger auf Carry-Trades setzen. Bei diesen Zinsarbitragegeschäften nehmen sie in einer Niedrigzinswährung Kapital auf und investieren es in höher rentierliche Anlagen im Ausland. Da der Leitzins in Japan bei nur 0,1 Prozent liegt, ist der Yen eine beliebte Finanzierungswährung für Carry-Trades.

Zum Dollar sank der Euro um 0,2 Prozent auf 1,4768 Dollar. Auch hier spielten Risikoaspekte eine Rolle. Nach schwachen Daten vom US-Häusermarkt (siehe Anleihen) waren höher rentierliche Anlagen weniger gefragt.

Die norwegische Krone konnte anfängliche Verluste zum Euro teilweise aufholen und notierte bei 8,3935 je Euro 0,3 Prozent niedriger. Stabilisierend wirkte sich die Entscheidung der norwegischen Notenbank aus, den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt zu erhöhen. Damit hat sie als erste europäische Zentralbank die Zinsen angehoben.

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