Weniger Dollarnachfrage
US-Industriedaten schieben Euro an

Der wieder erwachte Risikoappetit der Investoren hat den Euro am Dienstag gestützt. Mit Blick auf die Sorgen in Spanien glauben Händler allerdings nur an einen begrenzten Anstieg der Gemeinschaftswährung.
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FrankfurtDer Euro notierte am Dienstag bei 1,2912 Dollar nach 1,2886 Dollar im New Yorker Vortagesgeschäft. Angesichts überraschend gut ausgefallener US-Industriedaten ließen die Anleger den sicheren Hafen Dollar links liegen und fragten wieder verstärkt die Gemeinschaftswährung nach.

Der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager war am Montag auf 51,5 von 49,6 Punkte gestiegen. Damit kletterte das Barometer nach drei Monaten wieder über die Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

Händler gehen aber davon aus, dass der Anstieg des Euro wegen der Sorgen um Spanien begrenzt sein dürfte. Nach langem Zaudern will das hochverschuldete Land laut ranghoher EU-Diplomaten nun doch komplett unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Offenbar tritt jetzt Deutschland nun aber auf die Bremse. „Wenn Spanien tatsächlich einen Antrag stellt, könnte der Euro vermutlich bis auf 1,33 Dollar klettern“, sagte Sim Moh Siong, Währungsstratege bei der Bank of Singapore. Sollte der Markt das Land allerdings durch einen Ausverkauf spanischer Staatsanleihen unter den Schirm zwingen, dürfte der Euro in einem Abwärtssog geraten.

Am Rentenmarkt legte der der gern als sicherer Hafen gefragte Bund-Future leicht zu. Er notierte 27 Ticks fester bei 141,66 Punkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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