Wertsteigerung Bitcoin knackt 1000-Dollar-Marke

Die virtuelle Währung Bitcoin ist erstmals mehr wert als 1000 Dollar. Der immense Wertanstieg ist vor allem Spekulanten zu verdanken, die derzeit große Mengen an Bitcoins aufkaufen.
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Digitalwährung: Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Quelle: ap

Digitalwährung: Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden.

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Der Kurs der virtuellen Währung Bitcoin hat am Handelsplatz Mt. Gox erstmals die Marke von 1000 Dollar geknackt - getrieben von Spekulanten, die angesichts der zunehmenden Akzeptanz die virtuellen Währung aufkaufen.
Bitcoins, die über ein frei zugängliches Software-Programm existieren und in keinem Land und durch keine Bankenaufsicht reguliert sind, kletterten am Mittwoch auf bis zu 1044 Dollar. Seit Jahresbeginn stieg der Kurs um mehr als das 80-Fache. Grund für die Rally ist das zunehmende Interesse von Anlegern in China und den USA, während immer mehr Händler Bitcoins akzeptieren. Mittlerweile kann mit ihnen im Internet alles Mögliche bezahlt werden - von Gummibärchen bis zu Studiengebühren.

„Meilensteine vermitteln tendenziell eine gewisse Validierung, selbst wenn sie absolut willkürlich sind“, schrieb Nicholas Colas, Chef-Marktstratege von ConvergEx Group in einer E-Mail. „1000 Dollar für einen Bitcoin zieht Aufmerksamkeit auf sich und gibt den Leuten, die der Währung gegenüber positiv eingestellt sind, einen weiteren Grund den Schwarzsehern mitten ins Gesicht zu lachen.“

Zugute kam der Krypto-Währung, dass sie sich im Oktober von dem Image einer Währung für illegale Geschäfts lösen konnte. Nach der Schließung der Handelsplattform „Silk Road“, auf der für Drogen, Falschgeld und Hacker-Dienste mit Bitcoin bezahlt wurde, brach der Kurs innerhalb von Tagen zwar um ein Drittel ein. Doch nach der Beseitigung des Stigmas setzten Anleger auf eine breitere Akzeptanz der virtuellen Währung.

Die Erwartung scheint sich zu bestätigen: Bei einer Senatsanhörung in den USA im November sagten Vertreter des Justizministeriums und der Geheimdienste, dass Bitcoins zwar für betrügerische Zwecke genutzt werden könnten - so wie jedes Finanzinstrument -, die virtuelle Währung könne aber auch ein legitimes Zahlungsmittel sein.

Am Mittwoch kurz vor 17 Uhr MEZ kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Mt. Gox 1027,20 Dollar. Auf dem aktivsten Dollar-basierten Handelsplatz Bitstamp notierte die Krypto- Währung bei 963,08 Dollar. Anfang des Jahres kostete ein Bitcoin noch zwischen 12 Dollar und 13 Dollar. Allein in diesem Monat hat sich der Wert der Krypto-Währung in etwa verfünffacht.

Ins Leben gerufen wurden Bitcoins von einem Programmierer oder einer Programmierergruppe, der oder die unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto auftrat. Bitcoins entstehen durch die Lösung komplexer Software-Aufgaben, für die leistungsfähige Rechner benötigt werden - das so genannte “Mining”.

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7 Kommentare zu "Wertsteigerung: Bitcoin knackt 1000-Dollar-Marke"

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  • der neue Artikel über Bitcoins ist mal wieder richtig schlecht und falsch...

    der hier geht ja sogar....

  • Wenn SIE das sagen, dann haben sich vermutlich die deutsche Bundesregierung, das Bundesfinanzministerium, die Chinesische Zentralbank, die US Regierung und viele andere geirrt. Hätten die mal besser 'betacom' gefragt, bevor sie den Währungsstatus beschlossen haben. Ob eine Währung als Währung von der Allgemeinheit oder einzelnen auch akzeptiert wird, ist ohne Belang.

  • Es ist ein Trugschluss, dass Bitcoins als Währung anerkannt sind. Das passiert nicht durch Definition, sondern durch allgemeine Akzeptanz. Können Sie alle Waren und Dienstleistung, die Sie derzeit in anderen Währungen bezahlen auch mit BTCs bezahlen, dann ist es anerkannt. Solange das nicht passiert, ist es nichts als eine Ware.

  • Leider nicht richtig. Bitcoins sind keine Ware sondern als Währung bereits anerkannt. Wären Bitcoins Ware so müssten sie auf jeden Umsatz Mehrwertsteuer bezahlen.

  • Ich würde mal sagen, dass es kein Problem ist, Bitcoin zu manipulieren. M.E. läuft das auch gerade, denn nicht die erhöhte Verwendbarkeit der digitalen Währung treibt den Preis, sondern die Auftreffen von finanzstarken Investoren, die Coins in Mengen aufkaufen und bei hohem Kurs wieder verkaufen. Ich kann mich natürlich irren, aber es ist auffällig, dass seit einigen Tagen bei den Umsätzen 'gerade Linen' in bestimmten Höhen erscheinen. Es werden also bei einem bestimmten Level extrem viele Umsätze in absolut der gleichen Höhe getätigt. Für mich sieht das so aus als gäbe es Kauf- und Verkaufsorders die bereits automatisch laufen und die nur die schwankenden Kursdifferenzen ausnutzen. Da der Coinmarkt relativ klein ist und durch einen Investor eigentlich leicht aus den Angeln gehoben werden kann, ist die Entwicklung wirklich mit Vorsicht zu betrachten.

  • Die Banken haben damit gar kein Problem. Bitcoins sind kein Geld, sondern eine Ware, die frei handelbar ist. Deshalb ist die Leitwährung immer noch USD.

  • Dumm gelaufen für das Bankenkartell, die seit Jahren schon alle Rohstoffe nach Belieben manipulieren. Nun taucht eine Sache auf, die nicht mehr in deren Händen liegt..

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