Wertvolles Halbmetall
Antimon klettert auf Allzeithoch

Der Rohstoff Antimon wird immer teurer. Seit 2009 hat sich der Preis für das das Halbmetall fast vervierfacht. Verantwortlich für den hohen Preis ist der knapper werdende Nachschub aus China.
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Frankfurt/Peking

Die Furcht vor einem Versorgungsengpass hat den Preis für Antimon auf ein neues Rekordhoch getrieben. Eine Tonne dieses zur Herstellung feuerfester Farbe verwendeten Rohstoffs kostete am Montag 16.500 bis 17.000 Dollar, nach 15.500 bis 16.000 Dollar vor Wochenfrist. Antimon wird außerdem Kunststoffen beigemischt, weil sonst beispielsweise Gehäuse von Fernsehern oder Computern durch die Wärme der elektronischen Bauteile schmelzen würden.

Als Grund für die Preis-Rally nannten Börsianer die wachsende Nachfrage bei einem gleichzeitig schwindenden Nachschub aus China. Eine Entspannung sei nicht in Sicht, betonte einer von ihnen. "Die Leute nehmen, was sie kriegen können." Er rechne daher mit einer Fortsetzung der Rekordjagd.

Der Preis für das Halbmetall hat sich seit April 2009 fast vervierfacht. Ein Grund dafür ist die Schließung zahlreicher kleinerer oder illegaler Antimon-Hütten in China. Außerdem will das Land strategische Reserven für zehn wichtige Seltene Erden aufbauen. "Die Verbraucher versuchen ebenfalls, ihre Lager aufzufüllen", sagte ein britischer Händler. "Sie können es aber nicht und leben derzeit von der Hand in den Mund."

China will in diesem Jahr zwar die Produktion von Seltenen Erden auf 93.800 Tonnen erhöhen, ohne dabei aber eine Rücknahme seiner angekündigten Exportbeschränkung für diese Rohstoffe in Betracht zu ziehen. Damit wird das Land nach Auskunft des zuständigen Ministeriums seine Produktion im Vergleich zu 2010 um etwa fünf Prozent steigern.

Chinas Ankündigung, die Exporte im ersten Halbjahr 2011 um elf Prozent zu reduzieren, hatte im vergangenen Jahr weltweit besonders die Hersteller von Hochtechnologie-Produkten alarmiert, die die Rohstoffe unter anderem für Handys, Flachbildschirme, Elektro-Autos oder Batterien verwenden. China hatte die Beschränkung unter anderem mit seinem eigenen Bedarf begründet.

Derweil will das Rohstoffministerium auch keine neuen Lizenzen für Minen zum Abbau von Wolfram und Antimon bis Ende Juni 2012 erteilen. Erst kürzlich hatte die Regierung in Peking eine Steuererhöhung für die seltenen Rohstoffe angekündigt, um die Exporte zu begrenzen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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