Wirtschaftsbeziehungen
Frankfurter Zentrum für Handel mit Renminbi

In Frankfurt nimmt die Drehscheibe für den Handel mit der Währung Chinas Form an. Die Bank of China soll alle Geschäfte übernehmen. Das soll die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China vereinfachen.
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PekingDie geplante Drehscheibe für den Handel mit der Währung Chinas in Frankfurt nimmt allmählich Gestalt an. Die entsprechenden Geschäfte mit dem Renminbi sollen über die Bank of China abgewickelt werden, wie die Notenbank der Volksrepublik am Donnerstag in Peking mitteilte. Deutschland und China haben Ende März vereinbart, die hessische Finanzmetropole zu einem wichtigen Handelsplatz für Geschäfte mit Chinas Währung zu machen. Staatspräsident Xi Jingping hatte den Aufbau der Clearing-Bank in Deutschland als „wichtigen Schritt auf dem Weg zur Internationalisierung" des Renminbi bezeichnet.

Der Bundesbank zufolge wird durch die Pläne die Abwicklung von Zahlungen in der chinesischen Währung für die deutsche Wirtschaft einfacher. Asiatische Anleger bekommen zugleich direkten Zugang zu den europäischen Kapitalmärkten.

Die Ernennung der Frankfurter Niederlassung der chinesischen Bank durch die People's Bank of China am Donnerstag wird der deutschen Finanzmetropole dabei helfen, sich zu einem Zentrum für den Yuan-Handel zu entwickeln. Der Schritt folgt einen Tag nach der Berufung der China Construction Bank Co. zur Yuan-Clearing-Bank in London. China versucht so die weltweite Nutzung seiner Währung voranzutreiben.

Die Bundesbank und die chinesische Zentralbank hatten am 28. März eine Vereinbarung zur Kooperation bei Abrechnung und Abwicklung von Yuan-Transaktionen in der deutschen Finanzmetropole unterzeichnet. Der Geschäftsführer der Frankfurter Niederlassung der Bank of China sagte in einem Interview im Mai, dass er dabei sei etwa 20 neue Mitarbeiter einzustellen um als Clearing-Bank ernannt zu werden. Außerdem hatte die Bank das Eigenkapital der Niederlassung um eine Milliarde Yuan (118 Millionen Euro) erhöht. Bis jetzt dürfen nur Zweigstellen chinesischer Banken als Clearing-Banken auf den Märkten außerhalb des chinesischen Festlands agieren. So ist die Bank of China bereits Clearingbank für den Yuan in Hong Kong, Macao und Taipeh, während das Mandat für Singapur an die Industrial & Commercial Bank of China Ltd. ging.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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