Wirtschaftskrise In Russland
Rubel verliert weiter an Boden

Es geht wieder abwärts: Angesichts von Ölpreisverfall und Wirtschaftskrise in Russland, ist der Rubel am Montag erwartungsgemäß weiter abgestürzt. Mancher Analyst sieht den Rubel sogar als noch zu stark.
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FrankfurtDie anhaltende Schwäche des Ölpreises und die schrumpfende russische Wirtschaft haben den Rubel am Montag erneut auf Talfahrt geschickt. Dollar und Euro stiegen in der Spitze um jeweils mehr als neun Prozent auf 59,005 beziehungsweise 71,99 Rubel.

„Wenn man sich die Entwicklung von Öl und Rubel genau anschaut, müsste beim aktuellen Ölpreis ein Dollar etwa 70 Rubel kosten“, sagte David Hauner, Chef-Volkswirt für Osteuropa bei Bank of America Merrill Lynch. „In anderen Worten: Im Vergleich zum Ölpreis ist der Rubel zu stark.“ Da die russische Notenbank offenbar nicht interveniere, dürfte dieser Kursrutsch nicht überraschen.

Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich am Montag zwar um 1,2 Prozent auf 60,17 Dollar je Barrel, lag damit aber immer noch gut 40 Prozent unter ihrem Niveau vom Sommer.

Wegen der wegbrechenden Einnahmen aus Rohstoff-Exporten und der westlichen Wirtschaftssanktionen schrumpfte das russische Bruttoinlandsprodukt im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent. Das ist der erste Rückgang seit Oktober 2009. Finanzminister Anton Siluanow sagte vor einigen Tagen für 2015 ein Minus von vier Prozent voraus, sollte der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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