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Wochenausblick: DAX erneut im Bann des Ölpreises - Warten auf Opec-Treffen

Im Bann des Rohölpreises und gebremst vom Mangel an kurstreibenden Nachrichten wird der deutsche Aktienindex DAX Börsenexperten zufolge auch in der kommenden Woche keine großen Sprünge machen. Kaum ein anderes Ereignis dürfte die Aufmerksamkeit der Investoren so stark fesseln wie das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch.

dpa-afx FRANKFURT. Im Bann des Rohölpreises und gebremst vom Mangel an kurstreibenden Nachrichten wird der deutsche Aktienindex DAX Börsenexperten zufolge auch in der kommenden Woche keine großen Sprünge machen. Kaum ein anderes Ereignis dürfte die Aufmerksamkeit der Investoren so stark fesseln wie das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch.

"Die große Story, die den Kursen eine Initialzündung geben könnte, ist nicht in Sicht", hieß es von den Experten der Commerzbank. Saisonbedingt stünden nur vereinzelt und zufällig neue Unternehmensnachrichten an. Die Nachrichtenflaute rücke die Charttechnik in den Mittelpunkt des Geschehens. Die Commerzbank-Experten rechnen mit einem Anhalten der Konsolidierung. "Von besonderer Bedeutung ist dabei, ob sich der DAX wieder an die 4 000 Punkte-Marke herantasten kann."

Der Jahrestag der Terroranschläge am 11. September dürfte die Börsen indes unbeeindruckt lassen. "Die Furcht vor Terroranschlägen zum dritten Jahrestag ist an den Aktienmärkten kein Thema, zumal der Jahrestag auf einen Samstag fällt", sagte Aktienhändler Stefan Linz von der BW-Bank. Auch Analyst Michael Köhler von der Landesbank Rheinland Pfalz ist überzeugt: "Sofern der Jahrestag des 11. Septembers ohne Zwischenfälle verläuft, dürfte der Wochenauftakt mit einer leichten Stimmungsverbesserung einhergehen."

Die Opec-Länder treffen sich am Mittwoch (15. September) in Wien. Dabei wird nach Ansicht von Experten erneut eine Förderquotenerhöhung geprüft. Gleichzeitig könne die erneute Diskussion um eine Anhebung des offiziellen Preisbands der Opec die Notierungen für das schwarze Gold stützen, so die Analysten der Helabatrust.

Sturmwarnungen aus Florida haben die Aktienkurse der Versicherer in der vergangenen Woche stark gebeutelt. In den kommenden Tagen dürfte die Stärke des Hurrikans "Ivan" die Vorzeichen dieses Sektors bestimmen. Sofern sich seine Zerstörungswut in Grenzen hält werde sich die Stimmung in der Branche nach Ansicht von LRP-Analyst Michael Köhler jedoch wieder aufhellen.

Neben den Versicherern dürfte auch den Technologiewerten verstärkte Aufmerksamkeit zuteil werden. Nach den jüngsten Prognosereduzierungen durch verschiedene Branchenschwergewichte sind weitere Warnungen vor einem drohendem Gewinnrückgang in diesem Bereich nicht auszuschließen. Weitere Impulse für den Sektor und insbesondere für SAP könnten von den Oracle-Quartalszahlen am Dienstag ausgehen. Am gleichen Tag legt auch Fraport seine Verkehrszahlen vor. Diese werden nach Ansicht von LRP-Analyst Köhler im Wesentlichen ein Spiegelbild der jüngsten Lufthansa-Daten sein, so dass auch bei dem Flughafenbetreiber von einem positiven, aber sich tendenziell abschwächenden Trend auszugehen sei./sf/kro/s

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