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'WSJ': Deutsche Bank geht gegen Yukos-Antrag auf US-Gläubigerschutz vor

Die Deutsche Bank hat nach Informationen des "Wall Street Journal" gerichtliche Schritte gegen den Yukos-Antrag auf Gläubigerschutz nach US-Recht eingeleitet.

dpa-afx DALLAS. Die Deutsche Bank hat nach Informationen des "Wall Street Journal" gerichtliche Schritte gegen den Yukos-Antrag auf Gläubigerschutz nach US-Recht eingeleitet. Wie die Zeitung am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe schreibt, hat die größte deutsche Bank beim Bundesgericht in Houston ein Gesuch abgegeben, den Yukos-Antrag auf Gläubigerschutz nach US-Recht abzulehnen.

Der Ölkonzern hatte im Dezember den US-Gläubigerschutz beantragt, um den Verkauf ihrer wichtigsten Fördertochter Juganskneftegas durch den Staat infolge von unbezahlten Steuerforderungen zu verhindern. Yukos hält die Forderungen für künstlich überhöht, um den Konzern von Michail Chodorowski, der als Gegner des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin gilt, zu zerschlagen. Das Vorgehen des russischen Behörden ist international umstritten. Bei der Auktion erhielt die bis dahin unbekannte OOO Baikal Finance, hinter der die staatliche Ölgesellschaft Rosneft steht, für 9,35 Mrd. Dollar den Zuschlag.

Yukos will gegen das Deutsche Bank-Gesuch, das die juristische Position des Ölkonzerns in den USA schwächen würde, vorgehen. Der russische Ölkonzern will für den seines Erachtens nach ungerechtfertigten Verkauf der Fördertochter von allen Beteiligten Unternehmen Schadensersatz in Höhe von 20 Mrd. Dollar fordern. Vor dem Verkauf der Yukos-Fördertochter an Baikal Finance galt der Öl- und Gaskonzern Gasprom als heißester Anwärter für die Übernahme. Dabei wurde die Deutsche Bank immer wieder als möglicher Kreditgeber genannt.

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