WTI & Brent
Schuldenkrise drückt Ölpreis

Viele Rohstoffe sind am Freitag preiswerter geworden: egal ob Sojabohnen, Weizen oder Gold. Ganz besonders hat jedoch der Ölpreis für WTI und Brent unter der europäischen Schuldenkrise zu leiden.
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FrankfurtSpekulationen auf eine Abkühlung der Wirtschaft wegen der europäischen Schuldenkrise haben den Ölpreis ordentlich ins Rutschen gebracht. Ein Barrel der US-Sorte WTI verbilligte sich am Freitag um bis zu drei Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 92,12 Dollar.

Der Preis für Nordseeöl Brent-Öl sank in der Spitze um 2,6 Prozent auf 111,05 Dollar; Brent war damit so günstig wie seit knapp vier Wochen nicht mehr. Insgesamt haben die Preise für die beiden Ölsorten in dieser Woche um mehr als fünf beziehungsweise sechs Prozent nachgegeben.

Die griechische Schuldenkrise überdecke derzeit alle anderen kursrelevanten Faktoren, betonte Rohstoff-Experte Ken Hasegawa vom Brokerhaus Newedge. Grundsätzlich sei die Nachfrage allerdings nicht schlecht und ziehe in den Schwellenländern kontinuierlich an.

Olivier Jakob vom Anlageberater Petromatrix geht davon aus, dass der Ölpreis dennoch weiter unter Druck bleiben dürfte, solange die Unsicherheit über die Zahlungsfähigkeit Griechenlands anhält. „Wir haben ein Problem, aber keine Lösung.“ Der gegen die Staatspleite kämpfende griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou versucht derzeit mit einer Regierungsumbildung den Befreiungsschlag.

Tausende Griechen protestierten seit Tagen gegen das harte Sparprogramm der Regierung, ohne das dem Land der Bankrott droht. Der Euro geriet am Freitag erneut ins Straucheln und notierte mit 1,4125 zeitweise knapp einen US-Cent unter seinem Vortagesschluss.

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Schuldenkrise drückt Ölpreis

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Der Dollar und der Goldmarkt

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