Yen schwächer
Ifo-Index beeinflusst Euro-Kurs kaum

Der Euro blieb im Rahmen seiner engen Spanne um 1,2265 Dollar und notierte damit geringfügig unter dem New Yorker Freitagsschluss von 1,2275 Dollar.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzwert mit 1,2254 (Freitag 1,2309) Dollar fest. Händler verwiesen auf eine Reihe von US-Konjunkturdaten, die im Wochenverlauf veröffentlicht werden und von denen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) erhofften. Der wieder höhere Ölpreis belastete Händlern zufolge vor allem den japanischen Yen, so dass der Dollar mit knapp 111,27 Yen sein höchstes Niveau seit Mitte August erreichte.

Wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte, stagnierte die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im September. Der Index rutschte auf 95,2 (Vormonat 95,3) Punkte und damit geringfügig weniger als von Analysten mit 95,1 Punkten erwartet. „Ein Hauptgrund für den abnehmenden Optimismus in der Euro-Zone dürfte sein, dass es weiterhin keine Anzeichen für eine Beendigung der jüngsten „Durststrecke' der US-Konjunktur gibt“, erläutern die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

In dieser Woche stehen eine Reihe von Daten aus den USA an, die über die Zinspolitik im vierten Quartal Aufschluss geben könnten. Zunächst wird am Dienstag der Index des Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board zum Verbrauchervertrauen in den USA veröffentlicht. Im weiteren Wochenverlauf folgen der Einkaufsmanagerindex aus Chicago und am Freitag der ISM-Index, der die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im ganzen Land im September misst. In der vergangenen Woche hatte der Euro zeitweise von Enttäuschung über die US-Konjunkturentwicklung profitiert.

Unsicherheit besteht an den Finanzmärkten darüber, wie oft die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen noch erhöhen wird. Bislang hat sie den Leitzins in Schritten von je 25 Basispunkten drei Mal auf 1,75 Prozent angehoben.

Die Schwäche des Yen erklärten einige Händler mit dem hohen Ölpreis, der vor allem der japanischen Wirtschaft zu schaffen mache. Andere sahen eher technische Faktoren, da letztlich der hohe Ölpreis zu Lasten aller großen Volkswirtschaften gehe. Der Yen stieg im Verlauf des Handels auf ein Tageshoch von 111,27 Yen nach einem Tagestief von 110,51 Yen im frühen Geschäft.

Zum Schweizer Franken kletterte der Dollar auf 1,2648 Franken von rund 1,2600 am Freitagabend. Händler sagten, die Märkte erhofften sich vom KOF-Konjunkturindex im Wochenverlauf Hinweise auf die weitere Zinsentwicklung in der Schweiz. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) fiel der Euro zum Dollar auf 1,2257 (1,2295) Dollar.

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