Yuan-Aufwertung
China treibt Devisenreform voran

China erwägt, den Yuan schneller aufzuwerten. Dazu plant die Börsenaufsicht, Börsengänge künftig zu vereinfachen. An einer vollständigen Freigabe des Yuan zweifeln Analysten allerdings jedoch noch.
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PekingChina stellt eine schnellere Aufwertung der Landeswährung Yuan in Aussicht. „Wir werden die Bandbreite des Wechselkurses in geordneter Art und Weise erweitern“, kündigte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Buch über Reformen an. Die Zentralbank werde „im Grunde“ aus den regelmäßigen Interventionen am Devisenmarkt aussteigen. „Wir müssen das günstige Zeitfenster abpassen, um die Konvertibilität des Yuan zu beschleunigen“, sagte Zhou.

Zuletzt hatte die Notenbank die vor allem von den USA kritisierte Kopplung des Yuan an den Dollar im April 2012 gelockert. Seither darf der Kurs in einer Bandbreite von einem Prozent um einen von der Zentralbank festgesetzten Wert zum Dollar schwanken. Bis 2015 soll der Yuan „grundsätzlich konvertierbar“ sein, hatte sie versprochen - ohne aber näher zu erläutern, was genau das heißt.

Einige Analysten bezweifeln, dass eine völlige Freigabe des Yuan in Kürze zu erwarten ist. Denn das dürfte viel spekulatives Geld in die Volksrepublik locken - in der Hoffnung auf eine kräftige Aufwertung und damit steigender Gewinne. Das aber könnte den Exportweltmeister treffen, dessen Waren im Ausland mit einem stärkeren Yuan teurer würden.

Reformen stellt auch die Börsenaufsicht in Aussicht. So sollen Börsengänge künftig vereinfacht werden. „Wir werden unbeirrt die Reform des Meldesystems für die Aktienausgabe vorantreiben“, sagte CSRC-Chef Xio Gang bei einem Finanzforum. „Dies bedeutet aber nicht, dass die Börsenaufsicht tatenlos zusehen wird, denn das würde zu mehr Schrott-Aktien führen“, schränkte er ein.

Erst vergangene Woche hatte die chinesische Führung weitreichende Reformen für die kommenden zehn Jahre beschlossen, mit denen das Land weiter zur Marktwirtschaft geführt werden soll. Sie zielen beispielsweise auf einen stärkeren Konsum ab, um das Land unabhängiger von ausländischen Investitionen und von Exporten zu machen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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