Yuan-Aufwertung: China warnt vor Pleitewelle

Yuan-Aufwertung
China warnt vor Pleitewelle

Der Währungsstreit zwischen China und den USA geht in eine neue Runde. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao wies Forderungen aus den USA nach einer starken Aufwertung der chinesischen Landeswährung erneut zurück. Er fürchtet drastische Folgen für die chinesischen Firmen.
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HB NEW YORK. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao befürchtet eine Pleitewelle im eigenen Land bei einer starken Aufwertung des Yuan. "Es gibt keine Basis für eine drastische Aufwertung", sagte Wen am Mittwochabend in New York. Eine starke Aufwertung hätte in der Exportwirtschaft Chinas eine Pleitewelle zur Folge. Wen widersetzt sich damit dem Druck der USA, die Landeswährung Yuan aufzuwerten.

Zuletzt hatte US-Präsident Barack Obama im Währungsstreit mit China den Druck erhöht. Er wollte laut einem Sprecher das Thema in dieser Woche voraussichtlich bei einem Treffen mit Wen zur Sprache bringen. Obama und Wen wollen am Donnerstag am Rande der UN - Vollversammlung in New York miteinander sprechen.

Obama wirft der Führung in Peking vor, den chinesischen Yuan nicht entschlossen genug aufzuwerten. Die amerikanischen Klagen über den Yuan dauern seit Jahren an. Ein unterbewerteter Yuan erleichtert chinesische Exporte etwa in die USA.

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  • Die Chinesen, zumindest viele chinesische Ökonomen und auch Politiker wissen, dass es langfristig besser ist für China den Yuan aufzuwerten, um den binnenmarkt zu stärken.

    Aber die Regierung kann sich keine Schwächephase der Wirtschaft leisten ähnlich wie im damaligen Film "Speed", in dem der bus nicht 50 Meilen unterschreiten durfte, darf China nicht die 8% Marke unterschreiten. Sonst wird gefährlich für die Regierung, deren Macht auf Patriotismus aber vor allem auf wirtschaftlichen Erfolg beruht.

  • Hollah!!! Von Aufschwung in China keine Rede mehr? Aha!!! Hat hier noch niemand so richtig kapiert, scheint's? Von wegen Fachkräftemangel hierzulande!
    Nur immer billiger muss der Arbeitnehmer werden. Das ist es, nur sagt es keiner so deutlich! Gebt, gebt, gebt für alles und jeden Sch... und kauft den wunderbar billigen, und oftmals so qualitativ minderwertigen China Warendreck. Und schmeisst damit alle Errungenschaften über bord.

    Doch es ist schon abzusehen, dass das Steuersystem hierzulande crasht. Das Raubrittertum hat nun mal ausgedient! Und muss durch eine faires, sozial verträglicheres ersetzt werden. Sprich der Staat zahlt denen, die nix haben und nimmt mehr von denen die haben und zwar direkt verankert im Steuersystem selbst mit Vorab-Auszahlung der "basisversorgung" an jeden bürger vorab, nur dann kann man auch höhere Steuern verlangen für den Zuverdienst. Und schafft endlich diese Abzugsfähigkeit für Auslandsinvestitionen ein für allemal ab!!!

    P.S Pssscht! Aber wahrscheinlich denken alle diese Entscheider schon über einen Lebensabend in China nach, weil die können doch nicht annehmen, dass sie hier noch ein ruhiges Leben im Alter vor sich haben, oder? Wenn der Volkszorn erst richtig kocht wird diese Elite(? - lachhaft) hinweggefegt!

  • Das chinesische Wachstumswunder beruht doch darauf internationale bestimmungen und Regeln nicht einzuhalten. Das heisst, Menschenrechte, Patentrechte und Sozialwesen. Wer erwartet denn da, dass die ihre Währung frei machen und mit dem Rest der Welt unter gleichen bedingungen spielen? Wir haben ihnen doch erlaubt und sogar gefördert zu machen was sie wollen. Es war doch so schön billig.

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