Yuan-Aufwertung gefordert
EU macht Druck auf China

China steht unter wachsendem Druck, seine als massiv unterbewertet geltende Währung Yuan aufzuwerten. Am Rande des europäisch-asiatischen Finanzministertreffens in Wien kam es am Sonntag EU-Diplomaten zufolge zu einem Gespräch zwischen hochrangigen EU-Vertreternund China. Dabei seien die Chinesen eindringlich zu entsprechenden Korrekturen aufgefordert worden.

dpa WIEN. An dem Gespräch nahmen der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, der EU-Währungskommissar Joaquín Almunia, der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet sowie der chinesische Finanzminister Jin Renqing teil.

Auch der österreischiche Finanzminister Karl-Heinz Grasser äußerte sich zum Thema Yuan: „Je mehr es eine allmähliche Flexibilität beim Yuan gibt, umso besser wäre es.“ Der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank, Haruhiko Kuroda, empfahl auch im Eigeninteresse Chinas eine allmähliche Aufwertung des Yuan. Die chinesische Währung habe nach der Abkoppelung vom Dollar zwar zunehmend an Flexibilität gewonnen, sagte Kuroda am Sonntag zum Abschluss des Treffens in Wien. Es gebe aber immer noch in großem Ausmaße chinesische Interventionen am Devisenmarkt, um den Wert der chinesischen Währung niedrig zu halten.

„Ich meine, dass ein flexiblerer Yuan im Interesse der chinesischen Wirtschaft liegt“, sagte Kuroda. Allerdings komme nur eine graduelle und allmähliche Anpassung in Frage, um die derzeit rasant wachsende chinesische Ökonomie nicht zu gefährden. Man dürfe nicht vergessen, dass China „immer noch ein Schwellenland“ sei. „Was gut für China ist, ist gut für die Weltwirtschaft.“

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