Zahlen zu Ölreserven erwartet
US-Lager immer voller – Ölpreis fällt weiter

Auf dem Weltmarkt gibt es zu viel Rohöl. Die Lager in den USA sind randvoll. In dieser Woche werden neue Zahlen zu den Ölreserven erwartet – die Preise sinken schon vorher.
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Singapur Die Ölpreise bleiben auch am Dienstag unter Druck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 85,60 US-Dollar. In den vergangenen drei Monaten ist der Ölpreis um 20 Prozent gefallen.

Die Aussicht auf einen weiteren Anstieg der US-Ölreserven habe die Preise gedrückt, hieß es bei Händlern. Die Reserven der größten Volkswirtschaft der Welt dürften demnach um 3,8 Millionen Barrel auf 381,5 Millionen Barrel steigen. Die US-Regierung will die Daten zu den Lagerbeständen am Mittwoch veröffentlichen. Bereits am Dienstag wird das private American Petroleum Institute in Washington eigene Lagerdaten vorlegen, die als Indikator für die offiziellen Daten gelten.

„Es wird offensichtlich, dass die Marktsättigung auf einem Rekordniveau angelangt ist. Dieser Überschuss muss erstmal abgebaut werden“, sagte Chefstratege Michael McCarthy von CMC Markets in Sydney. Bei der Opec gebe es durchaus die Erwartung einer bevorstehenden Produktionskürzung: „Aber es bleibt die Frage, ob sie tatsächlich befolgt wird oder nicht“, sagte McCarthy.

Was für Spekulanten an den Finanzmärkten negativ ist, muss für die Wirtschaft aber nicht schlecht sein. Billiges Öl kommt den meisten Ländern zugute: Einem Modell der Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lässt ein zehnprozentiger Preisrückgang die weltweite Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent steigen. Je günstiger das Rohöl, desto weiter sinken die Produktionskosten vieler Industrieunternehmen. Verbraucher haben mehr Geld zum Ausgeben über, weil sie Sprit- und Heizkosten sparen.

Am Montag hatte Goldman Sachs seine Prognose angepasst. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI werde im kommenden Jahr auf 75 Dollar fallen, erklärten die Experten um Jeffrey Currie in ihrer Studie mit dem Titel „The new oil order“. In ihrer vorherigen Schätzung waren sie noch von 90 Dollar ausgegangen. Die Prognose für die Sorte Brent senkten sie auf 85 Dollar, nach zuvor 100 Dollar je Barrel.

„Die Opec wird die Produktion in den kommenden Monaten nicht deutlich senken“, hieß es in der Studie von Goldman Sachs. Das Ölkartell verliere an Einfluss und müsse um Markanteile kämpfen. Deshalb seien die Opec-Staaten bereit, die Produktion hoch zu halten und einen niedrigeren Preis zu akzeptieren.

Konkurrenz für die Opec kommt in erster Linie aus den USA. Die Amerikaner haben ihre Produktion in den vergangenen Jahren massiv hochgefahren, sie erreicht inzwischen den höchsten Stand seit 30 Jahren. Im kommenden Jahr könnten die Vereinigten Staaten rund 12 Millionen Barrel pro Tag produzieren – und damit zum größten Ölförderer der Welt aufsteigen.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter

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  • 1. Der Ölpreis fällt nicht wegen dem steigenden Angebot, vollen US-Lagern usw., sondern weil wegen Deflation die Nachfrage wegbricht!! (Die weltweite de-facto-Rezession wird man bald auch nicht mehr verheimlichen können.)
    2. Der Ölpreis wird auch nicht irgendwann wegen "Peak Oil" steigen - "Peak Oil" ist schlicht und ergreifend ein bestens promotetes Märchen aus Tausenundeiner Nacht - zur Freude natürlich insbesondere der Ölscheichs:
    "Sie sahen sich die Theorie des fossilen Ursprungs an, und nachdem sie tief in der Literatur gegraben hatten, sagten sie, dass dies absolut absurd ist, es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, es gibt keine Kausalität, die demonstriert wurde, es ist nur in amerikanischen Geologielehrbüchern an der Universität behauptet, und weil es so viele Male wiederholt wird, stellt niemand auch nur die Frage, ob Öl ein fossiler Brennstoff ist...
    Wenn man das größte Ölfeld der Welt nehmen würde, Ghawar in Saudi-Arabien...und berechnete die Barrel Öl, die Ghawar bis heute produziert hat, und stellte sich dann hypothetisch vor, dass man einen toten Dinosaurier umwandelte,... dass man einen Würfel von komprimierten Dinosaurier-Überbleibseln bräuchte, der 19 Meilen breit, 19 Meilen hoch und 19 Meilen tief ist – um nur dieses eine große Ölfeld in Saudi-Arabien zu berücksichtigen."
    http://www.larsschall.com/2011/03/30/wir-sind-inmitten-einer-epochalen-tektonischen-verschiebung-%E2%80%93-teil-2/
    3. Erdöl wird man bereits in absehbarer Zukunft überhaupt nicht mehr als PKW-Antrieb benötigen (und deshalb wird der Preis langfristig erst recht nicht mehr steigen): der Solarantrieb bei Autos wird Standard werden und ist nur noch eine Frage der Zeit:
    http://motor.excite.de/sonne-tanken-solartechnik-im-auto-N8205.html
    4. Fracking wird dann erst recht niemand mehr benötigen.

  • Lassen Sie doch Hans Meiser sein Ilona Christen Wissen über Fracking. Hat doch kein Sinn.

  • Der Kopp-Verlag bietet eine von vielen Möglichkeiten, sich differenzierter mit einzelnen Themen zu beschäftigen.

    Wären wir nur auf die ganzen unseriösen Quellen der Mainstream-Medien (die mittlerweile alle auf Bild-Niveau runtergekommen sind) angewiesen, würden wir alle verblöden. Und da diese Verblödung gewollt ist, wird oben genannter Verlag natürlich pauschal geächtet. Das braucht einen nicht zu wundern.

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