Zinserhöhungen außerhalb der Euro-Zone
Euro unter Druck geraten

Die Bank von England (BoE) und die Schweizer Notenbank haben die Leitzinsen angehoben. Im Markt stellt man sich nun die Frage, ob die EZB bald dem Beispielen folgen wird. Entsprechend ist der Euro am Freitag unter Druck geraten. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,2012 Dollar.

HB FRANKFURT. „Der Euro wird von der Markteinschätzung belastet, dass die EZB dem beginnenden Zinserhöhungszyklus hinterherhinken wird“, sagte Devisenstratege Shahab Jalinoos von ABN Amro mit Blick auf die jüngsten Zinserhöhungen in Großbritannien und der Schweiz sowie die erwartete Anhebung in den USA. Die Helaba äußerte sich in einem Marktkommentar ähnlich: „Zahlreiche Marktteilnehmer stellen sich jetzt die Frage, ob die EZB schon bald dem Beispiel der SNB und der BoE folgen und ebenfalls eine Leitzinsanhebung vornehmen wird.“ Die Schweizer Notenbank SNB hatte am Vortag ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf rund 0,5 % angehoben.

Die Chancen für eine baldige Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) schätzten Börsianer allerdings als gering ein. „Die Konjunktur in der Euro-Zone ist noch zu schwach“, sagte ein Händler. „Schließlich wurde bis vor kurzem am Markt noch eine Zinssenkung diskutiert.“

Neben dem Thema Zinsen richteten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf die für 14.30 Uhr (MESZ) erwartete Veröffentlichung der US-Leistungsbilanz für das erste Quartal. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Fehlbetrag von 141 Mrd. Dollar nach minus 127,5 Mrd. im Vorquartal. Im vergangenen Jahr hatten die Zweifel vieler Anleger an der Finanzierbarkeit der US-Defizite bei Leistungsbilanz und Haushalt den Dollar massiv unter Verkaufsdruck gesetzt.

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