Zinssteigerungen in den USA noch in diesem Jahr möglich
Snow verunsichert Euro-Anleger

Nach den Äußerungen des US-Finanzminister ist der Euro zunächst eingebrochen, erholte sich am Vormittag aber wieder. Am Nachmittag näherte sich die Gemeinschaftswährung allerdings wieder den Tagestiefständen.

HB FRANKFURT. Der Euro notierte mit 1,1618 Dollar nahe seinem Tagestief von 1,1606 Dollar. Zuvor war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1713 Dollar geklettert nach 1,1675 Dollar am Freitagabend in New York. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs mit 1,1629 (Freitag 1,1579) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken wurde der Kurs mit 1,1662 (1,1603) Dollar ermittelt.

Snow sagte der britischen Zeitung „The Times“, die USA hätten niemals die Absicht gehabt, den Dollar-Kurs nach unten zu reden. Snow sagte, die US-Politik sei von vielen Kommentatoren missverstanden worden. Diese Worte wurden an den Finanzmärkten nach Einschätzung von Devisenhändlern zunächst als Startschuss für Dollarkäufe gesehen.

Im Tagesverlauf konzentrierten sich Anleger Händlern zufolge stärker auf Snows Aussagen zum Wachstum. Snow sagte, er erwarte mit zunehmendem Wirtschaftswachstum und höheren Unternehmensgewinnen einen Anstieg des Zinsniveaus in den USA. Er würde dies begrüßen, da dies die Stärke der Wachstumsaussichten dokumentieren würde. Er rechne für 2004 mit einer US-Wachstumsrate von vier Prozent, die dann deutlich positiv auf den Arbeitsmarkt wirken werde.

„Wenn er vor Jahresende Wachstum in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt sieht, dann könnte die Fed früher als erwartet die Zinsen erhöhen. Das wiederum könnte als positives Signal für den Dollar aufgenommen werden“, sagte Devisenanalyst Peter Fontaine von KBC in Brüssel. Ein Händler sah den Dollar dagegen noch unter Druck: „Weiterhin belastet den Dollar das Doppeldefizit der USA.“ In den USA weisen sowohl die Haushalts- als auch die Leistungsbilanz hohe Defizite aus. Dieser Umstand wird an den Finanzmärkten als Doppeldefizit bezeichnet.

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