Zunehmende Probleme für Mai
Sinkende Benzinvorräte treiben Ölpreis

Ein Rückgang der Benzinvorräte in den USA hat am Freitag den Ölpreis nach oben getrieben. Die Lieferungen stauen sich an der Verteilstation der New Yorker Warenterminbörse Nymex. Analysten führen dies vor allem auf Raffinerie-Probleme in den USA zurück. In Handelskreisen wird für Mai noch mit zunehmenden Problemen gerechnet.

HB FRANKFURT. Das Fass US-Leichtöl WTI hat sich am Freitag um bis zu ein Prozent auf 64,58 Dollar verteuert, das Fass Brent um bis zu 1,3 Prozent auf 69,59 Dollar. Der Abstand zwischen dem Brent- und WTI-Kontrakt ist derzeit außergewöhnlich hoch, da sich an der Verteilstation der New Yorker Warenterminbörse Nymex die Lieferungen stauen. Analysten führen dies vor allem auf Raffinerie-Probleme in den USA zurück. Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass diese im Jahresverlauf gelöst würden. In Handelskreisen wird für Mai noch mit zunehmenden Problemen gerechnet.

Die Internationale Energiebehörde (IEA) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Vorräte der Industrieländer so stark gesunken sind wie seit elf Jahren nicht mehr. Angesichts der gedrosselten Förderung in den Opec-Ländern dürften die Lagerbestände in den kommenden Monaten weiter sinken, warnte die IEA.

Gold verteuerte sich am Freitag leicht auf 679,50 Dollar je Feinunze. Händlern zufolge war das Geschäft anfällig für Gewinnmitnahmen, da wichtige technische Widerstandsmarken nicht dauerhaft überwunden wurden. Längerfristig sehen Analysten eine steigende Nachfrage nach dem Edelmetall. „Wir gehen weiter davon aus, dass ein schwächer werdender Dollar den Goldpreis absehbar unterstützen wird“, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einer Studie. Sie prognostizieren zum Jahresende einen Goldpreis um die 750 Dollar je Feinunze.

Anleger wollen ihre Portfolios mit Gold gegen Inflation, die Spannungen im Mittleren Osten und eine mögliche Dollarschwäche absichern. Zuletzt ist der Dollar wegen der sich abschwächenden US-Konjunktur unter Druck geraten. Der Euro stieg auf ein Zweijahreshoch um 1,3549 Dollar.

Der Kupfer-Preis hat zum Wochenausklang wieder etwas zugelegt. Pro Tonne waren am Nachmittag 7765 Dollar zu zahlen. Händler führten die steigende Nachfrage auf gesunkene Lagerbestände zurück. Seit Jahresbeginn hat der Kupfer-Preis um ein Viertel Prozent zugelegt, was von Experten zu einem Großteil auf die Erwartungen eines anhaltend robusten Wachstums in China zurückgeführt wird.

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