Zweimonatshoch konnte nicht gehalten werden
Gold bleibt über Marke von 400 Dollar

Stabil über der Marke von 400 Dollar zeigt sich der Preis für die Feinunze Gold am Freitag im ostasiatischen Handel.

HB SYDNEY. Nachdem die jüngsten weltpolitischen Unruhen mit Bombenanschlägen in der Türkei und im Irak den Goldpreis am Donnerstag erstmals seit 2 Monaten wieder über 400 Dollar-Marke hatten klettern lassen, geht das Edelmetall am Freitagmorgen mit rund 402 Dolar um. Als weiteren Grund für den Preisanstieg nennen Marktexperten den zuletzt wieder schwächeren Dollar.

Sollte es im Nahen Osten keine weitere Eskalation geben dürften weitere Gewinne vor der Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses am Dienstag und Mittwoch kommender Woche alllenfalls moderat ausfallen, heißt es aus fundamentaler Sicht. Ein Analyst rechnet mit einem regelrechten Feuerwerk beim Goldpreis, sollte die Fed die Zinsen um lediglich 25 Basispunkte erhöhen und ihre Kommentare zur Zinspolitik nicht übermäßig aggressiv klingen. Nachdem der Widerstand bei 399 bis 400 Dollar nun überwunden worden sei, halten technische Marktexperten unterdessen Ziele von 405 und 407 Dollar für erreichbar. Unterstützend wirke der 200-Tage-Durchschnitt, der bei 397,50 Dollar verlaufe.

Gestern wurde das Edelmetall nach einer neuen Terrorwelle im Irak, Anschlägen in der Türkei und durch einen starker Euro über die pychologisch wichtige Marke von 400 Dollar gehoben. Das Zweimonatshoch von 401,70 Dollar je Feinunze wurde jedoch nicht gehalten.

Die jüngsten Anschläge haben nach Angaben von Händlern neben einem direkten Kaufanreiz für Gold in geopolitisch unsicheren Zeiten, den so genannten „Safe Haven“-Käufen, durch den Ansteig des Euro auch einen mittelbaren Effekt. Ein stärkerer Euro verbilligt das in Dollar gehandelte Gold für Käufer aus anderen Währungen. Zusätzlich liessen schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten eine deutliche Zinserhöhung in den USA wieder weniger wahrscheinlicher werden, was den Euro zusätzlich stütze.

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