Alibaba-Börsengang
Das Tor zur Schatzkammer ist geöffnet

Die Alibaba-Aktie ist eine geniale Gelegenheit, an mehreren großen Trends gleichzeitig teilzunehmen und beide sind praktisch nicht aufzuhalten. Trotzdem sind mit der Boom-Aktie auch erhebliche Probleme verbunden.
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PekingEin Hype, eine undurchsichtige Angelegenheit, die Rückkehr der Dotcom-Blase? Das Misstrauen von Anlegern und Kommentatoren ist groß. Kein Wunder. Das chinesische Internetunternehmen Alibaba war der westlichen Öffentlichkeit völlig unbekannt, bevor der große Börsengang in New York anlief. Der Ausgabepreis lag bei 68 Dollar, in den ersten Handelsstunden schaffte es die Aktie auf bis zu 99,70 Dollar. Der erste Preis lag bei 92,70 Dollar, zu Handelsschluss kostete eine Aktie 93,89 Dollar. Viele wundern sich, warum Investoren diesem Laden plötzlich 25 Milliarden Dollar anvertrauen wollen.

Tatsächlich ist Alibaba jedoch ein grundsolides Investment. Das Unternehmen hat jetzt schon Millionen von zahlenden Kunden, ein durchdachtes Geschäftsmodell und glänzende Aussichten. Der Autor dieser Zeilen nutzt selbst mehrere der Angebote von Alibaba, darunter die Shopping-Seite Taobao oder den Bezahldienst Alipay.

Es funktioniert wirklich. Waren im Wert von zwei Prozent des chinesischen Bruttoinlandprodukts laufen durch die Handelsportale des Unternehmens. Für 60 Prozent der Chinesen sind sie die erste Anlaufstelle, wenn sie etwas einkaufen wollen. Auf der anderen Seite handelt es sich um einen Segen für Geschäftsleute im ganzen Land – sie erreichen ihre Kunden so leicht wie nie zuvor. Acht von zehn Päckchen werden in China von Taobao-Händlern verschickt.

In Deutschland ist dieses bemerkenswerte Unternehmen unbekannt, weil Alibaba praktisch nur in China operiert. Chinesen, die heute das Studentenalter erreichen, sind jedoch mit den Marken der Firma aufgewachsen – für sie sind sie so vertraut und geliebt wie Coca-Cola. Über 100 Millionen Kunden nutzen die Finanz-App „Yu’e-bao“ von Alibaba sogar zur Geldanlage.

Von 1,2 Milliarden Chinesen im online-tauglichen Alter sind zudem bisher nur 650 Millionen im Netz. Neuankömmlinge wollen meist als erstes ausprobieren, was es mit diesem Tabao auf sich hat, von dem sie schon so viel gehört haben.

Alibaba liegt damit an der Schnittstelle zwischen zwei Mega-Trends: Der Verlagerung des Handels ins Internet und dem Aufstieg Chinas. Beides ist praktisch nicht aufzuhalten. Die Alibaba-Aktie erlaubt dabei den Einstieg an einem goldenen Punkt, wo die Geschäftsmodelle und Märkte zwar schon hoch entwickelt, aber noch nicht ausgereizt sind. Zahlreiche Analysten und Finanzhäuser bestätigen diese Einschätzung.

Die Story ist also gut, aber was ist mit der Bewertung der Aktie? Die größte Gefahr liegt derzeit in einer Übertreibung. Die große Aufmerksamkeit für das Papier birgt die Gefahr, dass die Bewertung zu schnell nach oben schießt. Am Freitag, zum Ausgabekurs von 68 Dollar, kommen praktisch nur Profi-Investoren zum Zug – und auch die erhalten bei weitem nicht alles, was sie bestellen. Mehrfach überzeichnet“, heißt es dann.

Wenn sich der Rauch verzogen hat und Privatanleger eine Online-Order absetzen können, hat der Kurs möglicherweise schon Höhen erreicht, zu dem der Einstieg nicht mehr lohnt. Doch vom Ausgabepreis bis zu diesem Punkt ist noch einige Luft drin. „Eine faire Bewertung liegt bei 90 Dollar“, schreiben Experten der Anlagegesellschaft Morningstar. Sie haben die zu erwartenden Gewinne und Wachstumsaussichten des Unternehmens gründlich analysiert, um zu dieser Bewertung zu gelangen.

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Kommentare zu " Alibaba-Börsengang: Das Tor zur Schatzkammer ist geöffnet"

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  • Na, China ist groß genug, es reicht erst mal, wenn da alles so weiter läuft wie bisher.

    Habe heute zumindest eine kleine Position gekauft.

    Schaun wir mal....

  • Mir ist die Sache nicht geheuer. Es geht mir alles zu schell und zweifle daran dass sich das Konzept 1:1 auch auf andere Länder, deren Strukturen und Gesetze und Regularien anwenden läßt

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