Baukonzern
Porr will mit Börsengang Schulden senken

Der Baukonzern Porr will mit der geplanten Abspaltung des Immobilienbereichs die Schuldenlast senken. Das Wiener Unternehmen will sich künftig nur noch auf das Kerngeschäft Bau konzentrieren.
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WienDas österreichische Bauunternehmen Porr will sich neu aufstellen und damit attraktiver für den Kapitalmarkt machen. Mit der geplanten Abspaltung des Immobilienbereichs soll die Schuldenlast gesenkt und damit wieder ein Investment-Grade-Rating erreicht werden, wie Porr-Chef Karl-Heinz Strauss am Montag sagte. „Dem Kapitalmarkt liegt ein 'pure play' Konzern mehr als ein Mischkonzern“, erklärte der Manager.

Künftig wolle sich das Wiener Unternehmen nur noch auf das Kerngeschäft Bau konzentrieren. Die Immobiliensparte soll bis Jahresende unter dem Namen PIAG Immobilien an die Wiener Börse gebracht werden. Die bisherigen Porr-Aktionäre sollen an dem neuen Unternehmen im Wesentlichen im gleichen Verhältnis beteiligt sein. „Jeder Porr-Aktionär bekommt für eine Porr-Aktie eine PIAG-Aktie“, sagte Porr-Finanzvorstand Christian Maier. In PIAG Immobilien sollen künftig sämtliche nicht betriebsnotwendigen Immobilien von Porr, der Bereich Immobilienentwicklung Strauss & Partner sowie der erst kürzlich mehrheitlich übernommene österreichische Immobilienentwickler UBM zusammengefasst sein. In einem nächsten Schritt sei ein Zusammenschluss der Unternehmen geplant. „UBM und PIAG sollen schließlich im Frühjahr 2015 fusioniert werden“, sagte Maier.

Porr hatte erst im Juli einen gut 25-Prozent-Anteil an UBM von der CA Immo übernommen und hält nun die Mehrheit. Der Kaufpreis lag bei 36 Millionen Euro. UBM ist auf Hotels und Wohnungen spezialisiert und baut derzeit unter anderem ein Hotel in Frankfurt sowie eine Wohnanlage in der Innenstadt Münchens. Die kartellrechtliche Genehmigung soll in der ersten oder zweiten Oktoberwoche erfolgen. Große Übernahmen seien derzeit nicht geplant. Interesse habe Porr aber nach wie vor an Teilen der Tiefbausparte des deutschen Konkurrenten Bilfinger. „Wir werden wahrscheinlich ein unverbindliches Angebot im September legen“, sagte Strauss.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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