Bayer Covestro soll angeblich im Herbst an die Börse

Bereits im Oktober, so ein Insider, soll Bayers Kunstoffsparte Material Science unter dem namen Covestro an die Börse gehen. Derzeit würden noch Bankhäuser für die Mithilfe beim Aktienverkauf gesucht.
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Bayer will seine Kunstoffsparte angeblich schon im Oktober an die Börse bringen. Quelle: dpa
Börsenpläne für Covestro

Bayer will seine Kunstoffsparte angeblich schon im Oktober an die Börse bringen.

(Foto: dpa)

FrankfurtBayer will seine vor der Abspaltung stehende Kunststoffsparte Insidern zufolge bis zum Herbst börsenreif haben. „Das Unternehmen will alles fertig haben, um ab dem 1. September auf den Knopf drücken zu können, wenn das Marktumfeld stimmt“, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Der Börsengang würde dann einen Monat später, also Anfang Oktober, stattfinden. In der Regel dauert es von der Ankündigung eines Börsengangs etwa vier Wochen bis zum Debüt auf dem Parkett. Die Vorbereitungen sollen bis Ende August abgeschlossen sein, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Dazu gehört, dass Bayer in den nächsten fünf bis sechs Wochen eine Präsentationen vor Analysten plane, damit diese erste Anhaltspunkte für den Wert des Unternehmens gewinnen könnten.

Ein Bayer-Sprecher wolle sich dazu nicht äußern. Er bekräftigte aber, dass der Pharma- und Chemiekonzern seine Kunststoffsparte MaterialScience bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen wolle. Im zweiten Halbjahr solle die Entscheidung fallen, ob dies über einen klassischen Börsengang oder eine Abspaltung geschehe. Der Vorstand hatte schon Präferenzen für eine Platzierung am Kapitalmarkt geäußert. Die wirtschaftliche und rechtliche Trennung soll bis zum 1. September abgeschlossen sein, dann wird die Sparte auch unter dem neuen Namen Covestro firmieren.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Mit der Organisation des Börsengangs hatte Bayer bereits vor einigen Monaten Morgan Stanley und die Deutsche Bank beauftragt. Nun sei der Konzern dabei, auch die Institute in der zweiten Reihe auszuwählen, die helfen sollen, die Aktien zu verkaufen, sagten die Insider. Die besten Chancen hätten dabei JP Morgan, Citi und UBS. Offizielle Mandate seien aber noch nicht vergeben worden. Die Banken wollten sich dazu nicht äußern.

Der Hunger der Anleger auf Rendite scheint an den Börsen derzeit größer zu sein als die Angst vor einem Absturz. Die Liste der Börsenkandidaten für das zweite Halbjahr wird derzeit länger und länger.

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