Börsengang bestätigt
Zalandos Schrei vor Glück

Zalando will noch in diesem Jahr an die Börse. Der Versandhändler kündigt den Sprung aufs Parkett innerhalb der nächsten Wochen an. 500 Millionen Euro könnte er über neue Aktien einsammeln. Der Zeitpunkt scheint perfekt.
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Düsseldorf/FrankfurtDas Spekulieren hat ein Ende. Am Mittwochmorgen hat der Online-Modehändler Zalando bestätigt, dass er im zweiten Halbjahr 2014 an die Börse gehen will. Zuvor war von einem Börsengang bereits in Finanzkreisen die Rede, das Unternehmen selbst hatte die Nachricht bislang jedoch nicht kommentieren wollen (das Handelsblatt berichtete).

Mit der Ankündigung zum Börsengang nutzt Deutschland größter Online-Versandhändler, an dem die Brüder Samwer als Kapitalgeber zu 17 Prozent beteiligt sind, ein Zeitfenster, das sich unerwartet aufgetan hatte. Die chinesische Handelsplattform Alibaba, die ursprünglich Anfang des Monats den Sprung aufs Parkett wagen wollte, musste den Börsengang noch einmal verschieben. Derzeit prüft die US-Börsenaufsicht SEC noch Details. Der Börsengang soll in der kommenden Woche nachgeholt werden.

Zalando blieb der Öffentlichkeit indessen den genauen Termin für den Börsengang am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) schuldig. „Abhängig vom Börsenumfeld soll der IPO im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden“, hieß es am Mittwoch vom Unternehmen.

Wie das Handelsblatt schon vorab berichtet hatte, ist eine reine Kapitalerhöhung geplant. Ob Zalando jedoch bis zu 750 Millionen Euro über neue Aktien einsammeln kann – wie es Finanzkreise ursprünglich diskutiert hatten – bleibt fraglich. Vom Unternehmen selbst heißt es, man strebe eine Platzierung von zehn bis elf Prozent des Eigenkapitals an. Allerdings ist hier nicht der Buchwert, sondern der Marktwert des Eigenkapitals entscheidend. Diesen schätzen Experten auf rund fünf Milliarden Euro. Zehn bis elf Prozent davon entsprächen dann eher einer Kapitalerhöhung von 500 Millionen Euro.

Im Rahmen des Angebots zur Kapitalerhöhung wollen die bestehenden Zalando-Gesellschafter ihre Anteile nicht verkaufen. Derzeit sind die größten fünf Aktionäre die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik (36 Prozent), der Samwer-Fonds Global Founders (17 Prozent), der dänische Unternehmer und Milliardär Anders Holch Povlsen (zehn Prozent), der DST Europe Fonds (acht Prozent) und der Risikokapitalgeber Holtzbrinck Ventures (acht Prozent). Als Konsortialbanken begleiten Credit Suisse, Goldman Sachs und Morgan Stanley die Erstnotiz.

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Zalandos Schrei vor Glück

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„Der nächste logische Schritt“

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  • Die brauchen Geld denn die haben jahrelang eine dickes Minus gemacht. Das Minus wird jetzt auf Knochen der Anleger ausgeglichen. Bis das Papier was bringt,sind die schon in der Hand der Erben. Wenn überhaupt !

  • Ich habe dort günstig eingekauft, einen Super Service erhalten und gefunden, was es im Geschäft nicht mehr gab.

    Den Dummen fällt halt das Glück zu.

  • Nur dumme Leute kaufen dort und es gibt viel zu viele dumme Leute!

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