Boomender Fotodienst
Snapchat will an die Börse gehen

Es könnte der nächste Milliarden-Deal werden: Der Fotodienst Snapchat will an die Börse gehen. Gründer Evan Spiegel hat damit ein wichtiges Ziel im Auge: unabhängig bleiben.
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San FranciscoDer Fotodienst Snapchat, der für seine von alleine verschwindenden Bilder bekannt ist, will an die Börse gehen. Snapchat brauche den Börsengang, um unabhängig zu bleiben, sagte Mitgründer und Chef Evan Spiegel bei einer Konferenz des Technologieblogs „Recode“ in der Nacht zum Mittwoch. „Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden.“ Einen Zeitraum nannte er nicht.

Es könnte der nächste Milliarden-Börsengang aus dem Silicon Valley werden. In den vergangenen Finanzierungsrunden war Snapchat von Investoren nach Medienberichten mit 15 und 19 Milliarden Dollar (13,7 bis 17,5 Mrd Euro) bewertet worden.

Das ist zwar nur ein ausgehandelter Wert, der bestimmt, welche Beteiligung ein Investor für sein Geld bekommt. Solche Zahlen gelten aber auch als Orientierungshilfen für Börsengänge. Facebook wollte Snapchat Anfang vergangenen Jahres dem Vernehmen nach für drei Milliarden Dollar kaufen, doch das Gründerteam um Spiegel lehnte ab.

Bei Snapchat kann man Fotos verschicken, die sich nach dem Ansehen von allein löschen. Die App ist vor allem bei jungen Nutzern populär, die auch freizügige Bilder damit verschicken.

Snapchat komme in seinen Hauptmärkten täglich auf 100 Millionen Nutzer, von denen 65 Prozent selbst Fotos sendeten, verkündete Spiegel. Die Firma messe nicht nur die tägliche, sondern bereits die stündliche Aktivität, sagte er mit einem Seitenhieb auf Wettbewerber.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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