Flughafenbetreiber

Aena verschiebt Börsengang

Eigentlich sollte der spanische Flughafenbetreiber Aena am 12. November an die Börse gehen. Nun wurde die Teilprivatisierung auf Anfang 2015 verschoben. Der Grund: Formmängel bei der Vorbereitung.
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Flughafenbetreiber Aena ist an 46 Flughäfen im Inland – wie hier in Madrid – und mehr als 20 im Ausland beteiligt. Quelle: Reuters

Flughafenbetreiber Aena ist an 46 Flughäfen im Inland – wie hier in Madrid – und mehr als 20 im Ausland beteiligt.

(Foto: Reuters)

Madrid Die ursprünglich für den 12. November vorgesehene Teilprivatisierung des spanischen Flughafenbetreibers Aena ist auf Anfang 2015 verschoben worden. Die Regierung habe bei der Vorbereitung des geplanten Börsengangs, bei dem 28 Prozent der Aena-Anteile verkauft werden sollen, „Formmängel“ festgestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur efe am Donnerstagabend unter Berufung auf das Madrider Ministerium für Bau und Verkehr. Neben dem Börsengang werden weitere 21 Prozent der Anteile per Direktverkauf an drei bereits ausgewählte „stabile“ Großanleger veräußert. 51 Prozent bleiben vorerst in staatlicher Hand.

In den Verträgen mit den sogenannten stabilen Investoren – dem britischen Hedgefonds The Children's Investment Fund (6,5 Prozent der Anteile), dem spanischen Infrastrukturkonzern Ferrovial (6,5) und der spanischen Bankerfamilie March (8,0) – ist efe zufolge festgeschrieben, dass der Börsengang spätestens bis Mitte April durchgeführt werden muss.

Das Vorhaben ist das größte Privatisierungsprojekt in Spanien seit dem gescheiterten Verkauf der Lotteriegesellschaft vor drei Jahren.

Aena verwaltet alle größeren Airports des Landes und ist damit einer der größten Flughafenbetreiber der Welt. Medien schätzen den Börsenwert auf fünf Milliarden Euro. 2013 hatte Aena erstmals einen Nettogewinn von fast 600 Millionen Euro erzielt.

  • dpa
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