Heidelberg-Cement-Tochter
Hansen vor Börsengang

Schon bald will Heidelberg Cement seine Tochter Hanson an die Börse bringen. Das Emissionsvolumen steht aber noch nicht fest. Mit der Vorbereitung sind BofA Merrill Lynch, BNP Paribas und Deutsche Bank beauftragt.
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MünchenHeidelberg Cement treibt die Trennung von seinem Bauproduktegeschäft voran und bereitet den Börsengang der Tochter Hanson in den USA vor. Das Geschäft mit Baustoffen in Nordamerika und Großbritannien sei für eine Notierung an der Wall Street bei der US-Aufsicht SEC registriert worden, teilte der Zementhersteller am Montag mit. Mit der Vorbereitung des Börsengangs sind die Banken BofA Merrill Lynch, BNP Paribas und Deutsche Bank beauftragt, wie aus der Pflichtmitteilung an die SEC hervorgeht. Wie viele Aktien Heidelberg Cement verkaufen will und wann, steht noch nicht fest. Hanson selbst würde bei einem Börsengang kein frisches Geld zufließen.

Parallel treibe Heidelberg Cement auch einen direkten Verkauf weiter voran, ergänzte ein Sprecher. Mit der Doppel-Strategie hofft Konzernchef Bernd Scheifele einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Analysten halten einen Verkaufserlös für die Sparte von ein bis 1,5 Milliarden Euro für möglich.

Allerdings ist Hanson gerade erst aus den roten Zahlen gekommen. Im ersten Halbjahr schrieb die Sparte einen Gewinn von knapp 15 Millionen Dollar (12 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 597 Millionen Dollar (463 Millionen Euro). Die Umsätze von Hanson waren 2012 und 2013 zurückgegangen, seit 2009 weist das Unternehmen Verluste aus. Im vergangenen Jahr hatte Hanson bei umgerechnet 871 Millionen Euro Umsatz 195 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet, zum Großteil allerdings, weil Heidelberg Cement den Firmenwert des Druckleitungsgeschäfts in den USA massiv herabgesetzt hatte.

In diesem Monat soll die aktive Verkaufsphase beginnen. Zur Jahreswende könnte der Verkauf abgeschlossen sein. Dann hätte der drittgrößte Baustoffkonzern nach Lafarge und Holcim mehr finanzielle Mittel, um den großen Konkurrenten Geschäft abkaufen zu können. Lafarge und Holcim wollen sich zusammenschließen und müssen einen Teil ihrer Aktivitäten abgeben, um grünes Licht von den Kartellbehörden zu erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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