Immobilien-Investor
Corestate will Börsengang nachholen

Ein Jahr später als ursprünglich geplant und eine Nummer kleiner will Corestate seinen abgesagten Börsengang nun doch durchziehen. Geplant ist die Erstnotiz für den Herbst, sie kann aber auch erneut verschoben werden.

FrankfurtDer Immobilien-Investor Corestate will seinen im Herbst auf Eis gelegten Börsengang Insidern zufolge noch in diesem Jahr nachholen. Allerdings fielen die Pläne eine Nummer kleiner aus, sagten vier mit dem Vorhaben vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Firmen-Mitgründer Ralph Winter wolle allenfalls eine kleine Zahl von Aktien bei befreundeten Anlegern platzieren, im Extremfall werde Corestate auch ohne neues Kapital an die Börse gebracht. „Es geht darum, eine Plattform zu bekommen, um später bei Bedarf frisches Kapital aufnehmen zu können“, erläuterte einer der Insider. Geplant sei die Erstnotiz für den Herbst, sie könne angesichts der starken Schwankungen an den Kapitalmärkten aber auch noch verschoben werden.

Winter hatte vor kurzem die 28-Prozent-Beteiligung des Schweizer Investors Intershop an Corestate zurückgekauft und hält nun wieder mehr als 90 Prozent. Intershop war im Herbst 2013 eingestiegen und hatte die Expansion von Corestate mitfinanziert.

Corestate brauche mittelfristig zusätzliches Geld für den Ausbau des Geschäfts, Intershop wolle seinen Anteil aber nicht weiter verwässern lassen, begründeten die Schweizer ihren Ausstieg. „Es ist anzunehmen, dass die Corestate-Gruppe ihre Eigenkapitalbasis mittelfristig weiter stärken wird“, kündigte Winter an. Zu den neuen Börsenplänen wollte sich Corestate aber nicht äußern.

Eigentlich wollten sich Winter und sein Mitgründer Thomas Landschreiber schon mit dem Börsengang im vergangenen Jahr auf eine Minderheitsposition zurückziehen. Organisiert werden sollte die Transaktion von den Banken Berenberg und Lampe. Corestate selbst sollten damals 100 Millionen Euro zufließen.

Die in Luxemburg ansässige Gesellschaft investiert das Geld reicher Familien und anderer Anleger vor allem aus der Schweiz. Selbst beteiligt sie sich meist nur mit kleinen Anteilen an Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland, Österreich und Spanien. Mit dem Börsengang wollte das Unternehmen seine Schlagzahl beim Kauf weiterer Immobilien erhöhen und in weiteren europäischen Ländern aktiv werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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