Mauser

Plastikfass-Hersteller will an US-Börse

Börsengänge deutscher Unternehmen in den USA sind selten. Insidern zufolge treibt der Industrieverpackungs-Hersteller Mauser nun entsprechende Pläne voran. Das könnte auch mit der Lage in Griechenland zu tun haben.
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Der deutsche Verpackungshersteller Mauser strebt an die Börse. Quelle: Screenshot
Mauser

Der deutsche Verpackungshersteller Mauser strebt an die Börse.

(Foto: Screenshot)

FrankfurtDie Börsenpläne für den Industrieverpackungs-Hersteller Mauser nehmen Insidern zufolge Gestalt an. Der Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice (CD&R), der erst vor einem Jahr bei der Firma aus Brühl bei Köln eingestiegen war, wolle Mauser in den USA an die Börse bringen, sagten zwei mit den Vorbereitungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. CD&R habe die Bank of America (Merrill Lynch) und Citi mit der Emission beauftragt, hieß es in Finanzkreisen. Der Börsengang des für seine blauen Plastikfässer für Chemikalien bekannten Unternehmens könnte – abhängig von der Börsenstimmung – schon im Herbst stattfinden.

CD&R und die Banken wollten sich dazu nicht äußern, Mauser war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Das sind die nächsten Börsenkandidaten in Deutschland
Chorus Cleam Emergy - Wind- und Solaranlagenbetreiber
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Erstnotiz: 3. Juli. Preisspanne: 9,75 bis 12,50 Euro. Zeichnungsfrist: 22. Juni bis 1. Juli. Emissionsvolumen: bis zu 124 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: 300 bis 400 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: 86 Prozent (vorher 60,5 Prozent). Begleitende Banken: Berenberg, BHF-Bank. Eigentümer: Peter Heidecker (20,7 Prozent), ehemalige KG-Fondsanleger (60,5 Prozent), weitere Investoren.

Deutsche Pfandbriefbank - Immobilienfinanzierer
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Erstnotiz: im Juli geplant. Emissionsvolumen: mehr als eine Milliarde Euro aus Altbesitz. Bewertung: 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro. Streubesitz nach Börsengang: 75 bis 80 Prozent. Begleitende Banken: Deutsche Bank, Citi. Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland über den Bankenrettungsfonds SoFFin.

Delivery Hero-Investor German Startups Group - Wagniskapitalfinanzierer
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Erstnotiz: im Juli erwartet (im Entry Standard). Emissionsvolumen: 60 bis 70 Millionen Euro (erwartet), fast ausschließlich aus Kapitalerhöhung. Begleitende Bank: Commerzbank. Eigentümer: Investoren um Gründer Christoph Gerlinger und Familie.

CBR - Modehandel, "Street One", "Cecil"
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Erstnotiz: 2. Juli erwartet. Preisspanne: 14 bis 18 Euro. Zeichnungsfrist: 23. Juni bis 1. Juli. Emissionsvolumen: bis zu 292 Millionen Euro, davon 200 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: rund 650 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: 47 Prozent. Begleitende Banken: Deutsche Bank, Goldman Sachs. Eigentümer: EQT (Finanzinvestor).

BGP - Wohnungsgesellschaft
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Erstnotiz: noch vor der Sommerpause erwartet. Bewertung: 1,3 Milliarden Euro (inklusive Schulden). Emissionsvolumen: bis zu 500 Millionen Euro (geschätzt). Begleitende Banken: JPMorgan, Credit Suisse, BNP Paribas und Berenberg. Eigentümer: zahlreiche Einzelinvestoren.

Ado Properties - Wohnungsgesellschaft
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Erstnotiz: 30. Juni. Preisspanne: 20 bis 25 Euro. Zeichnungsfrist: bis 29. Juni. Emissionsvolumen: bis zu 528 Millionen Euro, davon 200 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: bis zu 825 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: rund 60 Prozent. Begleitende Banken: UBS, Kempen. Eigentümer: Ado Group (Israel).

Jost Werke - Lkw-Zulieferer
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Erstnotiz: im Herbst erwartet (Verkauf wird parallel geprüft). Bewertung: mehr als 700 Millionen Euro (erwartet). Begleitende Banken: JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank. Eigentümer: Cinven.

Die Turbulenzen rund um eine möglichen Staatspleite Griechenland haben einige Börsenkandidaten zuletzt verunsichert, grundsätzlich stehen die Türen der Investoren aber weit offen. Zahlreiche Finanzinvestoren ziehen ihre Pläne für Börsengänge ihrer Beteiligungsunternehmen deshalb vor, um die Gelegenheit nicht zu verpassen. So haben der Baustoffkonzern Xella („Ytong“) und der Keramikteile-Hersteller Ceramtec ihre Vorbereitungen ebenfalls beschleunigt. Börsengänge deutscher Unternehmen in den USA sind allerdings selten. Investmentbanker empfehlen diesen Schritt nur, wenn der Schwerpunkt des Geschäfts ohnehin in den USA liegt oder dort die größten Konkurrenten gelistet sind.

CD&R hatte Mauser erst im Mai 2014 für 1,25 Milliarden Euro erworben. Es ist schon der dritte Eigentümer aus der Private-Equity-Branche für Mauser. Das operative Verbesserungspotenzial gilt daher als begrenzt. Gemessen an den Bewertungen börsennotierter Rivalen könnte das Unternehmen mit bis zu 1,4 Milliarden Euro bewertet werden. Für 2014 hatte die Firma mit 4400 Mitarbeitern 1,3 Milliarden Euro Umsatz und einen operativen Gewinn (Ebitda) von 154 Millionen Euro erwartet. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

  • rtr
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