Mega-Börsengänge
Heißer Herbst in Frankfurt

Rocket Internet und Zalando arbeiten mit Hochdruck am Sprung auf den Aktienmarkt – es wären die beiden größten Börsengänge seit dem Ende des Neuen Markts. Was Anleger und Investoren von den IPOs erwarten dürfen.
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FrankfurtNach der Sommerpause dürfte es am Frankfurter Aktienmarkt wieder richtig heiß hergehen: Hinter den Kulissen arbeiten sowohl Rocket Internet als auch Zalando mit Hochdruck an ihren Börsengängen. Schon in wenigen Wochen kann es so weit sein. Die beiden größten Internetbörsengänge Deutschlands seit dem Ende des Neuen Markts könnten demnach Ende September oder Anfang Oktober stattfinden, heißt es in Finanzkreisen.

Dass die beiden Unternehmen einen solchen Schritt erwägen, deutet sich seit längerem an. Erst jetzt zeichnen sich jedoch Einzelheiten ab. Zu ihren Plänen wollen sich beide Firmen nicht äußern.

Noch sind die Vorbereitungen nicht ganz abgeschlossen. Das betrifft etwa die Analysen, die den Investoren vor dem Verkauf der Aktien gegeben werden, berichten mit den Plänen vertraute Kreise. Doch die Lücken können bei Bedarf innerhalb von Tagen gefüllt werden.

Bei den Börsengängen handele es sich um reine Kapitalerhöhungen, berichten Insider. Die Alteigentümer werden keine Anteile abgeben. „Alles andere würde bei den Investoren aufstoßen, da es sich um Wachstumsunternehmen handelt, die ihren Wert noch entwickeln müssen“, heißt es.

Das Emissionsvolumen dürfte beim Modeversender Zalando nach Handelsblatt-Informationen bei etwa 750 Millionen Euro liegen. Das Unternehmen wird mit 3,8 Milliarden Euro bewertet. Bei Rocket Internet könnte der Wert der neuen Aktien 500 bis 750 Millionen Euro betragen. Das Unternehmen wird derzeit mit 4,3 Milliarden Euro bewertet.

Sowohl Rocket Internet als auch Zalando wollen in Frankfurt debütieren. Rocket Internet soll dabei in dem nur wenig regulierten Entry Standard gelistet werden. Für einen Börsengang in New York spricht zwar, dass US-Investoren offener für Unternehmen sind, die stark wachsen, aber noch keine oder nur geringe Gewinne schreiben. Dagegen zeigen sich die großen deutschen Fonds wie die Deutsche-Bank-Tochter DWS, Deka, Union Investment und Allianz Global Investors zurückhaltend, wenn es um neue Aktien geht.

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