Modeversender
Zalando wagt schnellen Börsengang

Der Börsengang der chinesischen Handelsplattform Alibaba ist verschoben, der Online-Modehändler Zalando nutzt das Zeitfenster. Das Samwer-Unternehmen geht noch in diesem Jahr aufs Parkett.
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FrankfurtDer deutsche Online-Modehändler Zalando geht noch in diesem Jahr an die Börse. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest. „Abhängig vom Börsenumfeld“ soll der Börsengang im zweiten Halbjahr 2014 stattfinden, wie die Zalando SE am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Das Unternehmen bestätigte mit der Ankündigung einen Bericht des Handelsblatts (Mittwochausgabe). Die Zeitung hatte aus Finanzkreisen erfahren, dass das Unternehmen das Zeitfenster nutze, das sich durch die Verschiebung des Börsengangs des chinesischen Internetkonzerns Alibaba in New York geöffnet hat. Ursprünglich wollten die Chinesen Anfang der ersten Septemberwoche an den Markt gehen.

Die Verhandlungen über die Höhe des Emissionsvolumens dauerten bis in die Abendstunden an. Finanzkreisen zufolge könnte es bis zu 750 Millionen Euro betragen. Das wäre der größte Börsengang eines Internetunternehmens in Deutschland seit dem Zusammenbruch des Neuen Markts nach der Jahrtausendwende. Zuletzt wurde Zalando insgesamt mit rund vier Milliarden Euro bewertet.

„Geplant ist die Ausgabe von neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung“, teilte das Unternehmen mit. Die bestehenden Zalando-Eigner behielten ihre Anteile, heißt es weiter. Nach dem Börsengang sollen zehn bis elf Prozent des Zalando-Kapitals an der Börse platziert sein.

Die Haupteigentümer des Modeversenders sind der schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik mit knapp 37 Prozent und die Internetinvestoren Marc, Oliver und Alexander Samwer mit 17 Prozent, die auch weiter an Bord bleiben werden. Als Konsortialbanken begleiten Credit Suisse, Goldman Sachs und Morgan Stanley die Erstnotiz.

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