Neue Mission

Lieferando-Eigentümer will an die Börse

Der niederländische Mutterkonzern des Online-Lieferdienstes Lieferando plant noch in diesem Herbst den Börsengang in Amsterdam. Somit könnte Lieferando dem Konkurrenten Lieferheld aus der Rocket-Schmiede zuvorkommen.
Die 2009 in Berlin gegründete Lieferando war vor gut zwei Jahren an Takeaway.com verkauft worden. Quelle: Picture Alliance
Essen bestellen über Lieferando

Die 2009 in Berlin gegründete Lieferando war vor gut zwei Jahren an Takeaway.com verkauft worden.

(Foto: Picture Alliance)

Amsterdam/FrankfurtDie Essens-Bestelldienst Lieferando soll noch im Herbst an die Börse. Die niederländische Muttergesellschaft Takeaway.com gab am Dienstag den Startschuss für ihren Gang an die Amsterdamer Euronext. Dem Unternehmen selbst sollen dabei 175 Millionen Euro zufließen, zudem wollen die Alteigentümer um Firmengründer Jitse Groen und die Startup-Investoren Macquarie Capital und Prime Ventures Aktien auf den Markt werfen. Insgesamt könnte die Emission damit Finanzkreisen zufolge mindestens 800 Millionen Euro schwer werden.

„Takeaway.com ist im Jahr 2000 auf einem Dachboden in den Niederlanden gegründet worden und ist heute führend unter den Online-Lieferdiensten auf dem europäischen Kontinent“, resümierte Groen. Nun gehe es um die Finanzierung der nächsten Wachstumsschritte.

Diese Fast-Food-Läden stürmen die Deutschen
31. Hans im Glück
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Hans im Glück konnte seinen Umsatz fast verdoppeln auf 86,8 Millionen Euro. Einen Dämpfer gibt der Abschied vom größten Franchisenehmer Patrick Junge, der seine eigenen Kette „Peter Pane“ aufzieht und ein Drittel des Umsatzes mitnimmt. Erfolg bringt das Konzept, edle Burger und Cocktails zu verkaufen. Denn das lockt vor allem weibliche Gäste zwischen 20 und 40 Jahren, für die Hamburger ganz selbstverständlich auf der Speisekarte stehen. Die aktuellen Wachstumspläne sind ambitioniert.

Quelle für alle Zahlen: Fachzeitschrift „Food Service“

30. L’Osteria
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L’Osteria arbeitet sich von Rang 45 auf Rang 30 vor. Bei 13 Eröffnungen wuchs der Umsatz 2015 auf 87,8 Millionen Euro – ein Plus von 57 Prozent. Pizza zieht in angenehmen Ambiente.

15. Joey’s
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Joey’s wächst als größter deutscher Lieferdienst auf 143,5 Millionen Euro. Dennoch verliert das Unternehmen seine Unabhängigkeit: Die Inhaber konnten einem Angebot der US-Kette Domino’s Pizza nicht widerstehen. Die Filialen sollen auf die neue Marke umgeflaggt werden.

11. Vapiano
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Vapiano wächst um gut 15 Millionen Euro auf 190,8 Millionen Euro. Doch Berichte über Probleme bei Zeiterfassung und Frische bremsten das Tempo. Das italienisch inspirierte Konzept arbeitet zudem daran, Schlangen zu verkleinern – etwa durch Bestell-Apps.

10. Edeka
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Dass Edeka Zentrale im Ranking auftaucht, zeigt: Auch bei Bäckern und in Supermärkten wird das Gastronomie- und Snack-Geschäft wichtiger. In die Umsatzzahl von 198 Millionen Euro sind dabei viele Angebote der Kaufleute nicht mal eingerechnet.

9. Ikea
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Ikea wächst ebenfalls bei der Gastronomie – auch dank neuer Angebote wie vegetarischer Bällchen um 13 Millionen auf 204 Millionen Euro. In der ersten City-Filiale in Hamburg-Altona ist die Gastronomie sogar so erfolgreich, dass Ikea bereits am dortigen Bahnhof wirbt. „Bei uns gibt es neben Coffee auch Tische to go“.

8. Aral
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Aral wächst mit Petit Bistro in den Filialen seiner 1137 Franchisenehmer und bringt es auf 212,1 Millionen Euro Umsatz. Der Ölkonzern sorgte für Aufsehen, weil die konzerneigenen Filialen schrittweise auf Rewe to Go umgestellt werden. Das Kölner Handelsunternehmen weitet so die Präsenz seiner Convenience-Linie deutlich aus.

Lieferando kommt damit dem Rivalen Delivery Hero zuvor, an dem die Berliner Unternehmens-Schmiede Rocket Internet beteiligt ist. Delivery Hero („Lieferheld“) hat zwar bereits Investmentbanken für einen Börsengang mandatiert. Dieser dürfte aber Insidern zufolge nicht mehr in diesem Jahr über die Bühne gehen.

Die 2009 in Berlin gegründete Lieferando war vor gut zwei Jahren an Takeaway.com verkauft worden. Lieferando-Gründer Jörg Gerbig leitet seither das operative Geschäft des Konzerns. In Österreich und der Schweiz firmiert der Lieferdienst unter lieferservice.at und lieferservice.ch.

Der Rivale „Just Eat“ ist bereits an der Börse
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