Neuemissionen
Ado startet den Börsengang

Seit heute können Aktien des Wohnungsvermieter Ado gezeichnet werden. Das Emissionsvolumen liegt bei bis zu 528 Millionen Euro. Wer kauft, setzt damit auf den Berliner Wohnungsmarkt.
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FrankfurtDer Berliner Immobilienkonzern Ado Properties will mit dem Erlös aus seinem Börsengang weitere Wohnungen in der Bundeshauptstadt kaufen. Die Tochterfirma der bereits an der Börse in Tel Aviv notierten israelischen Immobiliengruppe Ado will 23,2 Millionen Aktien für bis zu 528 Millionen Euro bei Investoren platzieren.

Ado wäre damit 2015 einer der größten Börsengänge in Frankfurt. 200 Millionen davon fließen Ado Properties selbst zu, der Rest geht an die israelische Muttergesellschaft. Bisher hat Ado 14.600 Wohnungen und Gewerbeimmobilien in Berlin, deren Wert auf 1,2 Milliarden Euro beziffert wird. Die Hälfte davon hat Ado erst im Frühjahr für 375 Millionen Euro vom größeren Rivalen Deutsche Wohnen gekauft.

In den nächsten drei bis vier Jahren will Ado seinen Bestand an Wohnungen in Berlin annähernd verdoppeln, wie Vorstandschef Rabin Savion am Mittwoch in einer Telefonkonferenz sagte. Die Aktien sollen von Donnerstag an in einer Spanne von 20 bis 25 Euro angeboten werden. Damit wird Ado Properties mit gut 825 Millionen Euro bewertet.

Die israelische Mutter reduziert ihren Anteil an der in Luxemburg registrierten Berliner Tochter mit dem Börsengang auf rund 40 Prozent. Die Aktie von Ado Properties soll am 30. Juni erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 29. Juni. Organisiert wird der Börsengang von Kempen und UBS.

Ado Properties hat seit 2006 Wohnungen in Berlin aufgekauft. Die Hauptstadt ist einer der am heftigsten umkämpften Märkte für Wohnimmobilien. Ado glaubt trotz steigender Preise an weitere Wertsteigerungen. „Berlin wird auch in den nächsten Jahren eine starke Performance zeigen“, sagte Ado-Mitgründer Savion. „Wir sehen Berlin als Markt mit großem Potenzial“, ergänzte der Chef der Ado Group, Shlomo Zohar.

Im Vergleich zu deutschen Großstädten wie München habe Berlin noch Nachholbedarf. Die Anleger umwirbt Ado Properties mit der Aussicht, künftig 30 bis 40 Prozent des operativen Gewinns (FFO) aus der Vermietung als Dividende auszuschütten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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