Rocket Internet
Die Rakete nimmt Kurs aufs Börsenparkett

Nach Zalando jetzt Rocket Internet: Die Start-Up-Schmiede gibt den Börsengang bekannt. Aktien für 750 Millionen Euro sollen noch 2014 platziert werden. Auf offizielle Unternehmenszahlen müssen Anleger jedoch noch warten.
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DüsseldorfJetzt geht es Schlag auf Schlag. Erst am vergangenen Mittwoch hat der Online-Versandhändler Zalando seinen Börsengang bekannt gegeben. Eine Woche später legen die Brüder Samwer, die an Rocket Internet mehrheitlich beteiligt sind, nach. Ihre Start-Up-Schmiede Rocket Internet kündigt am Vormittag den Sprung aufs Parkett an. Rocket plant zunächst die Aufnahme in den weniger regulierten Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Schritt war von Marktteilnehmern bereits erwartet worden. Rocket strebt einen Erlös von 750 Millionen Euro an, wie heute auf einer Pressekonferenz bekannt wurde. Das Unternehmen solle dabei insgesamt mit fünf Milliarden Euro bewertet werden. Somit würden rund 15 Prozent des Marktwertes platziert.

„Der Börsengang soll noch im Jahr 2014 erfolgen“, hieß es am Morgen vom Unternehmen. In der Regel vergehen zwischen Ankündigung bis zum ersten Handelstag vier Wochen. Weiterhin gab das Unternehmen bekannt, dass das Angebot eine reine Kapitalerhöhung sein wird. „Die gegenwärtigen Anteilseigner werden an Rocket beteiligt bleiben und im Rahmen des Angebots keine Aktien veräußern.“

Nach eigenen Angaben will die Erlöse aus dem Börsengang nutzen, um die internationale Expansion seiner Online-Unternehmen voranzubringen. Im Blick hat der Konzern dabei vor allem Märkte außerhalb der USA und Chinas. Zu den Firmen aus dem Rocket-Reich gehören unter anderem der auf Wohnaccessoires spezialisierte Shopping-Club Westwing sowie der Putzhilfe-Vermittler Helpling.

„Der Börsengang ist der nächste logische Schritt auf dem Weg zu unserem erklärten Ziel, die weltweit führende Internet Plattform außerhalb der USA und Chinas zu werden“, kommentierte Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Rocket Internet, den Vorstoß.

„Rocket dürfte eine leichte Prämie gegenüber dem erhalten, was vorherige Investoren gezahlt haben“, sagte Heinz Steffen, Analyst bei Fairesearch in Kronberg. „Ob das Geschäft selbst diese Bewertung verdient, ist eine andere Frage.“

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Offizielle Unternehmenszahlen wird es „bald“ geben

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