Siltronic AG

Wacker will mit Halbleiter-Geschäft an die Börse

Zuletzt hatte Wacker Chemie noch überlegt, das Geschäft mit Halbleitern zu verkaufen. Jetzt soll die Tochter Siltronic doch an die Börse gehen. Vorstand und Aufsichtsrat haben bereits zugestimmt.
Update: 08.05.2015 - 12:34 Uhr Kommentieren
Einzelheiten zum Börsengang der Tochter Siltronic sind noch nicht bekannt. Quelle: dpa
Wacker Chemie

Einzelheiten zum Börsengang der Tochter Siltronic sind noch nicht bekannt.

(Foto: dpa)

MünchenDer Spezialchemiekonzern Wacker Chemie macht mit den Börsenplänen für seine Siliziumwafer-Tochter Siltronic Ernst. Vorstand und Aufsichtsrat hätten grünes Licht für den Schritt gegeben, teilte das Münchener Unternehmen am Freitag mit. Bisher hatte sich Wacker auch einen Verkauf der Tochter vorbehalten. Mit dem Erlös soll das kapitalintensive Kerngeschäft gestärkt werden.

Siltronic-Aktien sollen Mitte bis Ende Juni erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt werden, wie mehrere mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Dann könnten zunächst rund 30 Prozent von Siltronic in die Hände neuer Aktionäre kommen. Wacker Siltronic will sich noch nicht auf einen Zeitpunkt festlegen. Er sei vom Marktumfeld abhängig.

Bei diesen Börsengängen würden Investoren Kasse machen
Snapchat
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„Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden“: Snapchat-Gründer Evan Spiegel will seine Firma an die Börse bringen. Es könnte der nächste Milliarden-Börsengang aus dem Silicon Valley werden. In den vergangenen Finanzierungsrunden war Snapchat von Investoren nach Medienberichten mit 15 und 19 Milliarden Dollar (13,7 bis 17,5 Mrd Euro) bewertet worden.

Snapdeal
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CEO Kunal Bahl: Sein Unternehmen gehört in Indien zu den größten E-Commerce-Anbietern im Land. Investoren haben sich an dem digitalen Marktplatz (Bekleidung, PCs, Spielzeug, Möbel, Autos) mit 1 Milliarde Euro beteiligt. Das macht Snapdeal zu einem milliardenschweren Startup. Der Unternehmenswert soll bei 2 Milliarden Euro liegen. Business Standard rechnet für 2016/2017 mit einem Börsengang.

Meituan
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Meituan ist Chinas Antwort auf das amerikanische Startup Groupon, das diverse Webseiten mit Rabatt-Angeboten und Restaurant-Reservierungen betreibt. 1 Milliarde Euro hat das Jungunternehmen bei Investoren schon eingesammelt und wird auf einen Unternehmenswert von 6,4 Milliarden Euro geschätzt. Techcrunch berichtet, dass das Startup mit einem IPO noch bis 2017 warten könnte.

(Bild: Screenshot Homepage)

Space-x
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Elon Musk, Gründer des kalifornischen Startups und Tesla-Chef, muss diese Frage oft beantworten: Wann endlich wagt Space-X, die Raketenfirma, die seit 2012 im Auftrag der Nasa Frachtkapseln zur Raumstation ISS fliegt, den Sprung an die Börse? Gegenüber Bloomberg Businessweek soll Musk gesagt haben, er werde mit der Weltraumfirma erst dann an die Börse gehen, wenn er „ganz regelmäßig der Mars anfliegt.“ Nun ja. Investoren – unter anderem auch der US-Suchmaschinengigant Google – pumpten bereits 1 Milliarde Euro in das Jungunternehmen, der Firmenwert wird aktuell auf elf Milliarden Euro geschätzt.

(Bild: Screenshot Homepage)

Pinterest
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Auch die beliebte Social-Media-Plattform für Fotos – Nutzer haben über 30 Milliarden Bilder dort gespeichert – ist bei Investoren angesagt. Das Startup hat gut 1 Milliarden Euro eingesammelt, was den Unternehmenswert bislang auf geschätzt 10,1 Milliarden Euro getrieben hat. Forbes rechnet noch in diesem Jahr mit einem IPO.

Delivery Hero
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Begehrt bei Investoren wie Rocket Internet: Der Online-Lieferdienst Delivery Hero – hierzulande auch bekannt unter Lieferheld. Die Plattform, deren Unternehmenswert mit 1,7 Milliarden Euro beziffert wird, bietet in 24 Ländern die Möglichkeit, Essen in Gaststätten über das Internet zu bestellen und geliefert zu bekommen. Eingenommenes Kapital: 1,1 Milliarden Euro. Auch dieses Berliner Unternehmen rüstet sich laut CEO Niklas Östberg für einen Börsengang. Noch völlig offen sei aber, ob das in diesem Jahr oder erst 2016 geschieht.

(Bild: Screenshot Homepage)

Bloom Energy
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Das kalifornische Startup Bloom Energy entwickelt Mini-Kraftwerke aus Brennstoffzellen, mit denen sich billig und umweltschonend Strom erzeugen lässt. Investoren haben 1,1 Milliarden Euro in die Cleantech-Firma gesteckt, womit der Unternehmenswert bei 2,7 Milliarden Euro liegt. Spekuliert wird in der Szene über einen IPO schon länger – einzig Firmenchef K.R. Sridhar mag sich dazu nicht äußern.

(Bild: Pressefoto)

Wacker Chemie hatte Finanzkreisen zufolge schon im April die Banken Citi und Credit Suisse mit der Organisation des Börsengangs beauftragt, nun darf auch Morgan Stanley mitmachen. Gemessen an den Börsenbewertungen von Konkurrenten wie Shin-Etsu, Sumco und SunEdison Semi könnte Siltronic mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden.

Siltronic sieht sich mit einem globalen Marktanteil von 14 Prozent als Nummer drei auf dem Wafer-Markt, hinter Shin-Etsu (27 Prozent) und Sumco (26). Die Branche ist stark konsolidiert, die größten fünf Anbieter vereinigen 88 Prozent Marktanteil auf sich. Waren sie in der Vergangenheit von der stark schwankenden Nachfrage nach Computer-Chips abhängig, sorgen Mobiltelefone und Tablets nun für eine ausgeglichenere Entwicklung.

Wafer-Produzenten stöhnen unter Kostendruck
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