Siltronic-Börsengang Wacker Chemie muss Abstriche machen

Am Donnerstag soll Siltronic sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Die Wafer-Tochter soll in die Eigenständigkeit entlassen werden. Doch der Mutterkonzern muss beim Börsengang Abstriche machen.
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Der Münchner Konzern stellt sogenannte Wafer her – Halbleiter-Scheiben, die in der Mikroelektronik, Photovoltaik und Mikrosystemtechnik eingesetzt werden. Quelle: ap
Siltronic

Der Münchner Konzern stellt sogenannte Wafer her – Halbleiter-Scheiben, die in der Mikroelektronik, Photovoltaik und Mikrosystemtechnik eingesetzt werden.

(Foto: ap)

FrankfurtDer Münchener Spezialchemiekonzern Wacker Chemie muss beim Börsengang seiner Wafer-Tochter Siltronic laut Insidern Abstriche machen. Die Aktien sollen Finanzkreisen zufolge am unteren Ende der Preisspanne ausgegeben werden, die von 30 bis 38 Euro reichte. Am Dienstag teilten die beteiligten Banken den Investoren mit, dass die Papiere wohl zwischen 30 und 32 Euro zugeteilt würden, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag sagten. Damit muss sich Wacker Chemie mit einem Erlös von 230 bis 245 Millionen Euro begnügen. Am oberen Ende der Spanne hätte der Konzern 290 Millionen Euro zu erwarten gehabt. Siltronic selbst fließen unabhängig vom Ausgabepreis 150 Millionen Euro zu, wenn der Börsengang über die Bühne geht. Je nachdem werden mehr oder weniger neue Aktien ausgegeben.

Die Aktien können noch bis Mittwoch gezeichnet werden, am Donnerstag soll Siltronic sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Der drittgrößte Hersteller hauchdünner Siliziumscheiben (Wafer) für die Produktion von Mikrochips soll in die Eigenständigkeit entlassen werden. Siltronic will die Erlöse aus dem Börsengang vor allem zum Abbau von Schulden verwenden. Ob die Anleger für 2015 schon mit einer Dividende rechnen können, lässt das Unternehmen offen. Wacker Chemie will mittelfristig die Mehrheit abgeben, bleibt nach dem Börsengang aber mit rund 60 Prozent beteiligt. Mit dessen Organisation betraut sind die Banken Citi, Credit Suisse, Commerzbank, HSBC und Unicredit.

Es hatte fast eine Woche gedauert, ehe die Emission einmal überzeichnet war. Für einen erfolgreichen Börsengang müssen einer Faustregel zufolge doppelt so viele Orders vorliegen wie Aktien ausgegeben werden sollen.

  • rtr
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