Trivagos Börsen-Pläne

Hotel-Suchmaschine nimmt Kurs aufs Parkett

Banken gesucht: Die Hotel-Suchmaschine Trivago will an die Börse – und sucht nach Partnern, die den Gang aufs Parkett begleiten. Der Investor Expedia will seine Anteile derweil behalten.
Der Konzern gilt als eines der erfolgreichsten Start-ups aus Deutschland. Quelle: Imago
Trivago-Seite

Der Konzern gilt als eines der erfolgreichsten Start-ups aus Deutschland.

(Foto: Imago)

FrankfurtDie Börsenpläne von Trivago nehmen Insidern zufolge Gestalt an. Der Eigentümer der Hotel-Suchmaschine, der amerikanische Online-Reiseanbieter Expedia, sucht gegenwärtig Banken, die den voraussichtlich milliardenschweren Börsengang begleiten wollen, wie mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Investmentbanker seien in der nächsten Woche nach New York eingeladen.

Der Börsengang, der Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres ebenfalls in New York über die Bühne gehen dürfte, gäbe den Gründern der Düsseldorfer Trivago die Gelegenheit zum Ausstieg. Sie hatten 2012 knapp ein Viertel der Anteile behalten, als die Amerikaner für 477 Millionen Euro 62 Prozent an dem Unternehmen kauften.

Die 2005 in Düsseldorf gegründete Trivago gilt als eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups der vergangenen zehn Jahre. Die Suchmaschine erlaubt es Nutzern, die besten Angebote von zahlreichen Buchungsportalen zu finden. Seit der Übernahme durch Expedia hat sich der Umsatz versechsfacht. Inzwischen hat Trivago neue Märkte wie Japan, Brasilien und den Nahen Osten erobert. Allein im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 200 Millionen Dollar Umsatz, 38 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den vergangenen zwölf Monaten lag der Umsatz bei 660 Millionen Dollar.

In diesen Städten sind die Hotels am teuersten
Platz 12: Doha (Katar)
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Der Finanzdienstleister Bloomberg hat die Preise von Hotels in 100 Städten weltweit verglichen. Auf Platz zwölf der teuersten Hotel-Städte weltweit landet Doha. In der Hauptstadt von Katar gibt es viele Hotels – Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die Menschen, die zum Arbeiten in das Land kommen. Touristen müssen für eine Nacht in einem Hotel 223 Dollar bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent. Reisende, die auf der Suche nach einem billigen Hotelzimmer sind, sollten diese Städte möglichst meiden. Denn es geht noch teurer...

Grundlage für die Bloomberg-Rechnungen waren die angebotenen Preise des Online-Reisebüros Expedia für den 1. bis 10. August dieses Jahres sowie den 1. bis 10. Februar 2016. Auf diese Weise sollten Ferien, Werbeaktionen und Tagungspreise berücksichtigt werden.

Quelle: bloomberg.com

Platz 11: London (Großbritannien)
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227 Dollar pro Nacht in einem Hotel – in London ist gar nichts billig. Günstige Hotels musste Großbritanniens Hauptstadt nie bieten. Seit Jahren strömen die Touristenmassen auch so nach London. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Hotelpreise um 3,2 Prozent gestiegen. Verglichen wurden die Preise für ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene, Hotelsterne wurden dabei außer Acht gelassen.

Platz 10: Hongkong (China)
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Hongkong ist eine der attraktivsten Destinationen für Städtereisen. Reisende müssen allerdings bei der Hotelsuche tiefer in die Tasche greifen: 236 Dollar kostet ein Doppelzimmer im Durchschnitt (Anstieg: 2,3 Prozent). Angetrieben werden die Preise in den Städten, in denen es einen Mangel an zur Entwicklung bereitstehendem Land gibt und die Zahl der verfügbaren Zimmer begrenzt ist.

Platz 9: Los Angeles (USA)
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Strand und Sonne, Stars und Sternchen – Los Angeles hat einiges zu bieten. Die Hotels sind im Vergleich zu anderen Metropolen der USA noch relativ günstig: 237 Dollar kostet eine Hotelübernachtung. Dennoch sind die Preise innerhalb eines Jahres um 23,8 Prozent nach oben geschossen. Bei den 5-Sterne-Hotels, die mit Spa, Sportklub oder Sportplätzen zu den luxuriösesten gehören, steht Los Angeles an zweiter Stelle. In dieser Kategorie kostet ein Zimmer 584 Dollar.

Platz 7 (1): Miami (USA)
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Einen achten Platz gibt es laut Bloomberg nicht, dafür teilen sich zwei US-amerikanische Metropolen Rang sieben: Für 240 Dollar können Miami-Urlauber ein Hotelzimmer für eine Nacht finden. Viel teurer sind die Zimmer aber nicht geworden: die Preise sind um 1,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 (2): Chicago (USA)
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Der zweite siebte Platz geht an Chicago. Eine Hotelübernachtung kostet hier wie in Miami 240 Dollar, allerdings sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Chicago ist ein teures Pflaster und das bekommen vor allem Hotelgäste zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr müssen sie um die 63,8 Prozent mehr bezahlen.

Platz 6: Tel Aviv (Israel)
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Wer in die lebhafte Stadt in Israel reisen will, muss mehr Geld mitnehmen. Die Hotelpreise in Tel Aviv sind nämlich um 8,3 Prozent gestiegen. So kostet ein Doppelzimmer im Hotel pro Nacht 241 Dollar.

Expedia hatte die Börsenpläne Ende Juli publik gemacht. „Es geht um eine Neuemission und nicht um eine Abspaltung“, betonte Vorstandschef Dara Khosrowshahi damals. Expedia selbst wolle keine Anteile an Trivago abgeben. Seine Pläne, den Börsengang bis zum Jahresende umzusetzen, gelten aber als ehrgeizig. Die Investmentbanker werden in der Regel fünf bis sechs Monate vor der Erstnotiz an Bord geholt. Doch die Uhr tickt: Expedia und die Trivago-Gründer haben von März 2017 an wieder das Recht zum gegenseitigen Kauf und Verkauf ihrer Anteile.

  • rtr
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