Wacker-Tochter Siltronic
Börsengang soll bis zu 480 Mio Euro einbringen

Noch vor der Sommerpause will der Spezialchemiekonzern Wacker sein Tochterunternehmen Siltronic an die Börse bringen. Geplante Einnahmen: 480 Millionen Euro. Langfristig will Wacker sogar die Mehrheit abgeben.
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MünchenDer Börsengang des Wafer-Herstellers Siltronic soll dem Unternehmen und seinem Mutterkonzern Wacker Chemie bis zu 480 Millionen Euro in die Kassen spülen. Die Aktien werden zu einem Preis von 30 bis 38 Euro abgegeben, wie der Münchner Spezialchemiekonzern Wacker am Donnerstag mitteilte. Insgesamt sollen bis zu 12,7 Millionen Anteilsscheine platziert werden, davon bis zu 7,7 Millionen aus dem Besitz von Wacker. Weitere fünf Millionen neue Aktien will Siltronic im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgeben.

Wacker hatte bereits angekündigt, Siltronic noch vor der Sommerpause aufs Frankfurter Börsenparkett zu führen. Der Mutterkonzern will nach dem Börsengang zunächst die Mehrheit behalten, diese aber mittelfristig abgeben. Wie viele Siltronic-Aktien Wacker insgesamt besitzt und wie hoch der geplante Platzierungsanteil ist, teilte der Konzern nicht mit. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Mit dem Börsengang sind die Banken Bank Citi, Credit Suisse, Commerzbank, HSBC und Unicredit beauftragt.

Siltronic will die Erlöse aus der Kapitalerhöhung vor allem zum Abbau von Schulden verwenden und so finanziell flexibler werden. Der Wafer-Hersteller erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 853 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn (Ebitda) von knapp 188 Millionen Euro. Das Unternehmen, das weltweit rund 4100 Menschen beschäftigt, sieht sich mit einem globalen Marktanteil von 14 Prozent als Nummer drei auf dem Wafer-Markt, hinter den asiatischen Konkurrenten Shin-Etsu (27 Prozent) und Sumco (26 Prozent). Die Branche ist stark konsolidiert, die größten fünf Anbieter vereinigen 88 Prozent Marktanteil auf sich. Waren sie in der Vergangenheit von der stark schwankenden Nachfrage nach Computer-Chips abhängig, sorgen Mobiltelefone und Tablets nun für eine ausgeglichenere Entwicklung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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