Windeln.de
Wickeln, füttern, Kasse machen

Von heute an wirbt Windeln.de für seine Aktien. Der Babyausstatter will Mütter „an sich binden“ und deshalb bald mehr verkaufen als nur Windeln. Auf das große Geschäft hofft das Unternehmen indessen fern von Deutschland.
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Frankfurt, BerlinMütter sind ein gesellschaftlich bisweilen schwer unterschätzter, wirtschaftlich aber umso relevanterer Faktor. „Typischerweise kontrolliert die Mutter das Haushaltseinkommen. Und sie ist eine loyale Kundin“, heißt es beim Babyausstatter Windeln.de. Mit diesem Versprechen geht die Internet-Plattform von heute an auf Roadshow bei Investoren.

Mit dem Erlös aus dem geplanten Börsengang will das Unternehmen vor allem weiter wachsen. „Wir wollen unsere Marktposition ausbauen und der E-Commerce-Champion für die junge Familie werden“, erklärten die Vorstandschefs und Gründer des Unternehmens Konstantin Urban und Alexander Brand in einer Telefonkonferenz.

Neben der Expansion in neue Märkte vor allem in Kontinentaleuropa steht bei Windeln.de auch die Erweiterung der Produktpalette auf der Agenda. Künftig sollen die Kunden nicht nur Baby- und Kleinkindprodukte, sondern Kleidung und Spielsachen auch für Kinder bis zehn Jahren auf der Plattform einkaufen können. Denn üblicherweise ist ab dem vierten Lebensjahr Schluss mit Windeln, Schnullern und Breigläschen. „Wir wollen die Lebenszeit der Mutter verlängern“, sagen die Unternehmer.

Die Details zum Börsengang hatte Windeln.de bereits am Mittwochabend bekanntgegeben: Investoren werden die insgesamt gut elf Millionen Aktien bis zum 6. Mai in einer Preisspanne zwischen 16,50 und 20,50 Euro angeboten, wie das Münchener Unternehmen mitteilte. Neben einer Kapitalerhöhung geben auch die Alteigentümer einen Teil ihrer Anteile ab, werden aber weiter am Unternehmen beteiligt sein.

Zum Mittelwert der Preisspanne dürfte das Emissionsvolumen inklusive Mehrzuteilungsoption 211 Millionen Euro betragen. Der Handelsstart im Frankfurter Prime Standard, dem Börsensegment mit den höchsten Transparenzpflichten, ist am 8. Mai geplant. Der Streubesitz würde dann 42 Prozent betragen.

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