Zanetti-IPO
Obamas Kaffeeröster geht an die Börse

Barack Obama und das niederländische Königshaus trinken seinen Kaffee. Starbucks-Gründer Howard Schultz hat Zanettis Idee kopiert und weltweit erfolgreich gemacht. Jetzt bringt Massimo Zanetti seine Firma an die Börse.
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MailandMassimo Zanetti bringt sein Unternehmen, das einst den Gründer von Starbucks inspirierte, an die Börse. Mit dem Erlös aus der Aktienemission will die Zanetti Beverage Group schneller expandieren und es vielleicht endlich seinem Widersacher Howard Schultz zeigen. Der hatte nämlich in den 80er-Jahren das erste Segafredo-Café im französischen Rouen entdeckt, war fasziniert von der italienischen Barkultur und ließ sich deshalb von Massimo Zanetti durch dessen Rösterei in Bologna führen.

Kurze Zeit später kehrte Schultz zurück nach Seattle und gründete die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks. Der Rest ist Geschichte. Zanetti ist überzeugt, dass sein Konkurrent nur deshalb so viel schneller größer wurde, weil er dank Börsengang schnell viel Kapital zur Verfügung hatte. Das will der Norditaliener aus Treviso nun nachholen.

Die Zeichnungsfrist für die Aktien der Massimo Zanetti Beverage Group läuft bereits. Bis zum 28. Mai können Investoren die Titel mit einem Preis zwischen 11,60 Euro und 15,75 Euro zeichnen. Der IPO ist für den 3. Juni geplant. Insgesamt bringt der Kaffee-König aus dem Hinterland Venedigs 32 Prozent der Anteile an die Börse. Sollte die Nachfrage besonders hoch sein, auch noch weitere fünf Prozent. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp einer halben Milliarde Euro bewertet.

„Wir werden gezielte Übernahmen machen, wahrscheinlich dort, wo wir schon jetzt arbeiten, aber noch nicht zufrieden sind“, erklärte Zanetti vor Investoren. Zanetti ist der dritte Börsengang in Mailand dieses Jahr. Aber es ist der erste italienische Kaffeeröster überhaupt, der an die Börse geht.

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