Absicherungsgeschäfte
Profis verstärken Abwärtstrend

Für die Talfahrt der weltweiten Aktienmärkte machen Analysten und Händler auch professionelle Anleger verantwortlich. Denn die Absicherungsgeschäfte institutioneller Investoren führen bei fallenden Kursen zu zusätzlichem Angebotsdruck.

som/noh/bas FRANKFURT. Professionelle Anleger versehen ihre Aktienpositionen bereits bei einem Kauf mit Sicherungen, um so von vornherein Verluste gegenüber den Einstands- oder Jahresanfangskursen zu vermeiden. Dadurch wollen institutionelle Investoren wie etwa Versicherer und Pensionskassen Schieflagen wie bei der Börsentalfahrt 2002 ausschließen.

Bei einer starken Korrektur, wie sie in den vergangenen Tagen und Wochen zu beobachten war, verstärken diese Sicherungsgeschäfte den Abwärtstrend. Denn die jeweiligen Aktienpakete werden bei Unterschreiten entsprechender Kursschwellen automatisch auf den Markt geworfen. „In so einer Gemengelage spielen messbare Argumente wie starkes Firmenwachstum und niedrige Bewertung keine Rolle“, erklärt Kai Franke von der BHF-Bank.

Die 30 Dax-Unternehmen stehen 2006 vor ihrem dritten Rekordgewinnjahr in Folge. Gemessen am Aktienkurs, sind die Unternehmensanteile so preiswert wie zu Beginn des Börsenaufschwungs im Frühjahr 2003. Damals notierte der Dax allerdings noch unter 2 500 Punkten.

Für viele Marktbeobachter mehren sich jedoch mit dem jüngsten Kurssturz die Anzeichen dafür, dass die Aktienmärkte am Rande einer neuen Baisse stehen. Am stärksten leidet derzeit die japanische Börse unter der Konstellation steigender Zinsen und nachlassenden Wirtschaftswachstums.

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