Admiral, Direct Line, Secure

Steigende Prämien schieben britische Autoversicherer an

Der Preiskampf zwischen den britischen Autoversicherern scheint zu Ende: Steigende Prämien lassen deren Kurse an der Londoner Börse in die Höhe klettern. Dabei haben die Prämienerhöhungen vermutlich gerade erst begonnen.
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362,7 Pence kostete eine Aktie des Autoversicherers Direct Line zeitweise – so viel wie nie zuvor. Quelle: dpa-tmn
Direct Line

362,7 Pence kostete eine Aktie des Autoversicherers Direct Line zeitweise – so viel wie nie zuvor.

(Foto: dpa-tmn)

FrankfurtDie Aussicht auf sprudelnde Gewinne hat Anleger am Dienstag zum Einstieg bei britischen Autoversicherern ermuntert. Die Aktien von Admiral, Direct Line und eSure legten an der Londoner Börse um bis zu 4,1 Prozent zu. Direct Line waren mit 362,7 Pence zeitweise so teuer wie nie zuvor.

Dem britischen Pannendienst AA zufolge stiegen die Prämieneinnahmen der Autoversicherer im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresauftakt um 5,2 Prozent. Der harte Preiskampf sei an seinem Ende angekommen, sagte Janet Connor, Geschäftsführerin von AA Insurance. Die Versicherer könnten nicht weiter sparen. Da zudem die Versicherungssteuer angehoben werde, müsse mit einem weiteren Anstieg der Prämien gerechnet werden, fügte die Expertin des britischen ADAC-Pendants hinzu.

Ein jährlicher Anstieg um fünf Prozent in den kommenden drei Jahren würde für eSure ein 20-prozentiges Gewinnplus bedeuten, schrieben die Analysten von JPMorgan Cazenove. Bei Direct Line wären es 14 Prozent und bei Admiral noch neun Prozent.

Was Analysten für 2015 erwarten
Deutsche Bank
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Deutsche Bank

Die Anlagestrategen sind verhalten optimistisch, zumindest was den deutschen Aktienmarkt angeht. Ende 2015 sehen sie den Dax bei 11.500 Punkten. Während die USA mit einem prognostizierten Wachstum von 3,5 Prozent zur Lokomotive werden dürfte, rechnen die Analysten für Deutschland nur mit einem Plus von 0,8 Prozent. Zugewinne könnte es dank des schwachen Euro bei exportorientierten Industrien geben. Ende 2015 sieht die Deutsche Bank den Euro bei 1,15 Dollar.

Anleihen werden dagegen nicht mehr so attraktiv sein. Die Renditen bleiben extrem niedrig, Chancen gibt es lediglich bei US-Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Auch Schwellenländeranleihen könnten für Risikofreudige interessant werden. Insbesondere Indien wird für die Deutsche Bank zur attraktiven Region.

Commerzbank
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Commerzbank

Die Commerzbank sieht den Dax Ende 2015 bei 10.800 Punkten, ist also nicht ganz so optimistisch wie die Deutsche Bank, was den Leitindex angeht. Einig sind sich beide aber, was mögliche Staatsanleihekäufe der EZB angeht. Mit einem sogenannten Quantitative Easing (QE) rechnen beide Institute in der ersten Jahreshälfte. Anschieben könnten den Dax steigende Unternehmensgewinne dank des schwächeren Euro. Das könnte auch Dividenden begünstigen. Die Bank rechnet für den Dax mit einer Dividendenrendite von knapp über drei Prozent. Besonders hohe Dividendenrenditen erwarten die Analysten bei Medienpapieren wie Freenet und RTL sowie Immobilienkonzernen wie DIC Asset oder TAG. Als negative Einflussfaktoren verweist die Commerzbank nicht nur auf die wahrscheinliche Zinserhöhung der Fed, sondern auch auf niedrigere Wachstumsraten in China.

Landesbank Helaba
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Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)

Was den Dax betrifft ist die Landesbank etwas pessimistischer als die Großbanken. Relativ konservativ rechnet sie mit einer Spanne zwischen 8300 und 10.000 Punkten. Zwar erwarten die Analysten eine leichte Erholung der Weltwirtschaft, einen breiten Aufschwung sehen sie allerdings nicht. Lediglich hinsichtlich der USA scheinen sich alle einig zu sein, auch die Helaba erwartet ein Wachstumsplus von rund drei Prozent für die größte Volkswirtschaft. Für Deutschland erwartet die Landesbank ein Plus von 1,3 Prozent – mehr als die Deutsche Bank. Im Portfolio rät die Helaba zu einer leichten Anhebung der Aktienquote. Anleihen sollten dagegen zugunsten von Immobilien leicht reduziert werden.

The logo of Swiss private bank Julius Baer is pictured on the company's branch in Lausanne
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Julius Bär

Die Schweizer Privatbank sieht die Devisenmärkte und Wechselkursentwicklungen ebenfalls im Fokus der Entwicklungen des nächsten Jahres. Auch die Schweizer sehen die USA als Wachstumsanführer, während die Euro-Zone mit einem Plus von nur 0,8 Prozent eher ein Bremsklotz ist. Die schwächelnde Nachfrage der Euro-Zone sei vor allem für die Schweiz ein Nachteil, heißt es. Für Investoren dagegen gelte es, Kurs zu halten, liquide zu bleiben und nach Wachstumsthemen Ausschau zu halten, so die Analysten. Mögliche Bereiche für Wachstumsthemen sind laut den Privatbankern E-Autos, digitale Technologien, Energieinfrastruktur und Bildung.

A pedestrian walks past a stock ticker at a Fidelity Investments office in Boston
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Fidelity

Die Fondsgesellschaft gibt sich optimistisch, auch für Deutschland. „Wenn die geopolitischen Risiken in den Hintergrund treten und die Notenbanken die Wirtschaft weiter unterstützen, hat Deutschland beste Voraussetzungen, um 2015 an den moderaten Aufwärtstrend anzuknüpfen“, schreibt Fondsmanager Christian von Engelbrechten. Auch Fidelity sieht Impulse seitens des Euro für die exportorientierten Unternehmen. Eigentliche Stütze der Konjunktur sei aber der heimische Konsum - der Verbraucher, der konsumiert statt spart, treibt die Wirtschaft an. Durch die steigenden Gewinne sieht Fidelity auch am Aktienmarkt gute Chancen und rechnet mit einer Dividendenrendite von im Schnitt drei Prozent.

Bilanzpressekonferenz DZ Bank-Gruppe
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DZ Bank

Aktuell sei das Gewinnwachstum der Dax-Unternehmen noch zu hoch geschätzt, sagen die Analysten der DZ Bank. Die Rahmenbedingungen für Aktien bleiben dennoch dank expansiven EZB-Maßnahmen und einem Mangel an Anlagealternativen positiv. Trotzdem erwarten die DZ Banker keine großen Kurssprünge, der Leitindex habe kaum noch Potenzial. Bis zum Jahresende 2015 rechnet die Bank nicht mit einem Anstieg über 9500 Punkte – und auch schwankungsanfälliger könnte der Index werden. Konservativen Anlegern raten die Experten daher zu „Dividendenaristokraten“. Risikofreudigere Investoren könnten dagegen im ersten Quartal Chancen bei den Zyklikern haben.

  • rtr
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