Airline-Aktien im Fokus der Anleger
Widersprüchliche Impulse lähmen US-Börsen

Die US-Börsen haben am Mittwoch kaum verändert geschlossen. Euphorisch zeigten sich Anleger über eine mögliche milliardenschwere Fusion in der Luftfahrt und unerwartet starke Einzelhandelsdaten.

HB NEW YORK. Dies führte zeitweise zu Rekordhöhen beim Dow und zu Kursgewinnen beim Handelsriesen Wal-Mart. Angesichts der Zahlen aus dem Einzelhandel kam bei Börsianern aber auch die Sorge auf, dass in nächster Zeit nicht mit einer Zinssenkung der US-Notenbank zu rechnen sei. Belastet wurden die Kurse zudem vom deutlich gestiegenen Ölpreis.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte endete 0,02 Prozent höher bei 12 317 Punkten. Im Tagesverlauf bewegte er sich zwischen 12 301 und 12 368 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,14 Prozent auf 1413 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq notierte 0,04 Prozent höher bei 2432 Punkten.

Die Einzelhandelsumsätze legten im November um ein Prozent zu, die Wall Street hatte lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Wal-Mart-Aktien legten daraufhin 0,92 Prozent auf 45,90 Dollar zu. Allerdings ermutigte das zwischenzeitliche Kurs-Hoch die Investoren zu Gewinnmitnahmen. „Die Anleger verkaufen nach den jüngsten Kursanstiegen. Es sieht auch so aus, als ob die traditionell ruhige Phase am Jahresende begonnen hat. Es fehlt der Schwung in die eine oder andere Richtung“, sagte Todd Clark von Nollenberger Capital Partners.

Abgesehen vom Autogeschäft war der Umsatzanstieg im Einzelhandel sogar so stark wie seit Januar nicht mehr. Die Börsianer waren erfreut über dieses Anzeichen für eine robuste US-Konjunktur. Es kamen aber auch Sorgen auf, dass damit eine Zinssenkung in weite Ferne rücken könne. Erst am Dienstag hatte die US-Notenbank Fed wie erwartet den Leitzins unverändert gelassen und ihre Warnung vor Inflationsgefahren erneuert.

Auch der Anstieg der Ölpreise drückte die Stimmung auf dem Parkett. US-Rohöl zur Lieferung im Januar wurde in New York 35 Cent teurer und kostete damit 61,37 Dollar pro Barrel (159 Liter). Grund war ein Rückgang der kommerziellen Rohölvorräte in den USA. Energiewerte profitierten allerdings von dem Preisanstieg: Exxon-Mobil-Aktien notierten 1,46 Prozent höher bei 77,36 Dollar und waren damit der größte Gewinner sowohl im Dow als auch im S&P.

Zu den Gewinnern zählten auch die Aktien der Fluggesellschaften. Reuters hatte erfahren, dass in der US-Luftfahrtbranche offenbar ein weiterer Lufthansa-Partner eine Fusion mit einem Konkurrenten erwägt. Die zweitgrößte US-Fluggesellschaft United Airlines hat bereits mit der Nummer vier, Continental, über einen Zusammenschluss gesprochen. Die Aktien der beiden Unternehmen stiegen jeweils um mehr als vier Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,47 Mrd. Aktien den Besitzer. 1762 Werte legten zu, 1595 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,82 Mrd. Aktien 1519 im Plus, 1540 im Minus und 141 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 20/32 auf 100-13/32. Sie rentierten mit 4,571 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 35/32 auf 97-4/32 und hatten eine Rendite von 4,681 Prozent.

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